Virtual Reality ist laut MMB Learning Delphi der große Aufsteiger unter den Lernformen in Unternehmen. Bild: MEV-Verlag, Germany

Das Lernen in virtuellen Welten wird in den nächsten drei Jahren eine „zentrale Bedeutung“ in der betrieblichen Weiterbildung erlangen. Das sagen 74 E-Learning-Experten, die am aktuellen „MMB Learning Delphi“ teilgenommen haben. Sie sehen auch Erklärvideos als begehrte Lernform.

Das MMB Institut in Essen, ein Spezialist für Medien- und Kompetenzforschung, hat seine am 5. April 2017 veröffentlichte Delphi-Studie sogar unter die Überschrift „Corporate Learning wird zum Cybrer-Learning“ gestellt und spricht von einer überraschend einhelligen Meinung der Experten, dass sich die virtuelle Realität als „hoffnungsvolle neue Lerntechnologie“ etablieren werde. In den Jahren 2012/13 attestierten dieser Lernform noch sehr wenige Experten eine „wichtige Rolle“; mittlerweile tun dies mehr als ein Drittel von ihnen.

„Virtual Reality“ macht Prozesse leichter verständlich

Hierzu haben die allgemeine Aufmerksamkeit für „Virtual Reality“ im Freizeitsektor und die technische Verbesserung von Virtual-Reality-Systemen beigetragen. Aber auch der Erfolg von verschiedenen dreidimensionalen Konferenz- und Lernräumen wie „Glassroom“, „Social Virtual Learning“ oder „Tricat Spaces“ sollte laut MMB nicht unterschätzt werden. Insbesondere würde das Lernen in 3D-Welten dazu führen, dass Prozesse leichter verstanden würden. Außerdem habe es sich bewährt, dass sich Coach und Coachee in einem 3D-Raum zum virtuellen Coaching träfen.

„Blended Learning“ weiterhin auf Platz eins der Lernformen

Auch wenn die Bedeutung von „Virtual Reality“ als Lernform stark gestiegen ist, so steht doch „Blended Learning“ nach wie vor auf Platz eins der Hitliste der bedeutendsten Lernformen in Unternehmen. Auf Platz zwei haben sich in der aktuellen Delphi-Befragung die „Erklärvideos“ vorgearbeitet. Dieser „enorm hohe Stellenwert“ (MMB) gilt in der E-Learning-Branche als kleine Sensation. Zum ersten Mal gelistet, liegen Erklärvideos auf Platz zwei. Danach rangiert „Micro-Learning“ auf Platz drei. Das dürfte ein Indikator für die hohe Relevanz des Lernens am Arbeitsplatz als „Learning on demand“ sein.

Schwerpunkt der E-Learning-Themen ändert sich – weg von Compliance

Eine weitere Überraschung des MMB-Delphis besteht darin, dass „Compliance“-Schulungen nicht mehr das Wichtigste sind, das mit E-Learning an den Mann oder die Frau gebracht wird. In den nächsten drei Jahren würden Produktschulungen sowie Anwender- und Kundenschulungen in die Spitzengruppe der Themen aufsteigen, die online vermittelt werden. Bei der Frage, ob „Soft Skills“ bald in größerem Umfang durch digitales Lernen vermittelt würden, zeigten sich die Delphi-Teilnehmer nach wie vor von ihrer skeptischen Seite.


Die ausführlichen Ergebnissen lesen Sie in Ausgabe 5/2017 der  „wirtschaft und weiterbildung“. Sie erscheint am 3. Mai 2017.

Schlagworte zum Thema:  E-Learning, Blended Learning, Lernen, Weiterbildung, Personalentwicklung

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