0

| Ausbildung

Ministerium gründet Zentralstelle für Berufsbildung

Weltweit will das Bildungsministerium die Ausbildung von Fachkräften fördern.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die deutsche Berufsbildung soll der neue Exportschlager werden. Um besser über das duale System der Lehrlingsausbildung im Ausland zu informieren, hat das Bundesbildungsministerium nun eine zentrale Anlaufstelle eingerichtet. Auch grenzübergreifende Kooperation sollen so gefördert werden.

Die "Zentralstelle für internationale Berufsbildungskooperation" soll über das duale System der Lehrlingsausbildung informieren - also das Zusammenspiel von praktischer Ausbildung im Betrieb und theoretischer in der Berufsschule. Zugleich soll sie Partnerländer bei Reformen beraten. Sie wird dem  Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn angegliedert.

In Europa ist derzeit fast jeder vierte junge Mensch unter 25 Jahren arbeitslos. In Deutschland liegt die Jugendarbeitslosenquote dagegen bei 7,6 Prozent. "Das Interesse an der dualen Berufsausbildung "Made in Germany" ist weltweit riesengroß", sagte BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser am Donnerstag.

Bildungs-Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen erklärte dazu in Berlin: "Mit der Zentralstelle bauen wir dauerhafte Strukturen für die internationale Berufsbildungskooperation auf, um gemeinsam zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Europa beizutragen und um die Ausbildung von Fachkräften weltweit zu fördern." Dabei gehe es aber nicht um eine Eins-zu-eins-Übertragung des deutschen Systems.

Die Vizevorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds, Elke Hannack warnte allerdings davor, von einem "deutschen Exportschlager" zu sprechen. Es gehe um die Übernahme von Berufspraxis in die Ausbildung junger Menschen, nicht "eine Kopie des deutschen Weges".

dpa

Ausbildung, Lehrling

Aktuell

Meistgelesen