29.09.2011 | HR-Management

Mehr Lerneffizienz und Nachhaltigkeit durch Wissensdiagnostik

Im Dschungel der Weiterbildungsanbieter fehlen zumeist verlässliche Qualitätsmaßstäbe. Der Einsatz von Wissensdiagnostik kann die Weiterbildungsqualität jedoch nachweislich erhöhen, zeigt ein Pilotprojekt der Provadis Partner für Bildung und Beratung GmbH.

Wissensdiagnostik ist bislang eine im Weiterbildungsmarkt kaum vorhandene Kernkompetenz. Insbesondere im europäischen Raum herrscht, was das Evaluieren von Bildungserfolgen anbelangt, noch große Zurückhaltung. Das könnte sich jedoch ändern: Da sich die Einsicht, dass Weiterbildung auch eine Investition in die Zukunft des eigenen Unternehmens ist, in den letzten Jahren stärker durchgesetzt hat, wird auch mehr auf die Ergebnisse geachtet. Nur wissenschaftlich analysiert wurde die Effizienz solcher Angebote bisher zu selten und wenn, dann nur in einigen wenigen technologischen Themenfeldern.

 

Pilotprojekt in Kooperation mit der Universität Gießen

Die Provadis Partner für Bildung und Beratung GmbH hat erstmals einige ihrer Bildungsangebote hinsichtlich Lerneffizienz und Nachhaltigkeit mit dem Ziel untersucht, deren Qualität mess- und nachweisbar zu erhöhen. Gemeinsam mit der von Prof. Dr. Ulrich Glowalla geleiteten Forschungsgruppe Instruktion und Interaktive Aktive Medien der Justus-Liebig-Universität Gießen, die die Gestaltung des Lehr- und Lernarrangements und die einsatzbegleitende Evaluation verantwortete, und der Lerndesign GmbH, die die Trainer bei der Entwicklung der Wissensdiagnostik unterstützte, wurde ein Pilotprojekt zu Lerneffizienz und Nachhaltigkeit durchgeführt.

 

Gestaffelte Wissensüberprüfungen steigern die Nachhaltigkeit

Normalerweise finden in kurzen Seminaren keine Wissensüberprüfungen statt. Im Rahmen dieses Projektes wurden jedoch neben einem Vor- und einem Abschlusstest zwei weitere Online-Tests fünf und sieben Wochen nach den Seminaren durchgeführt. Es zeigte sich, dass die Beantwortung von Übungsaufgaben nicht nur Einblicke in den Wissensstand der Teilnehmer ermöglicht. Darüber hinaus sorgte die erneute Auseinandersetzung mit den Seminarinhalten dafür, dass der ansonsten nach Beendigung der Maßnahme übliche exponentielle Abfall der Wissenskurve umgekehrt werden konnte: Sieben Wochen nach dem Seminar konnten die Teilnehmer mehr Fragen richtig beantworten als im Abschlusstest – ein Beleg dafür, dass über eine langfristige Beschäftigung mit Inhalten diese besser im Langzeitgedächtnis verankert werden.

Aktuell

Meistgelesen