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| Arbeitsplatzkultur

Was Stift und Papier zur Meetingkultur beitragen

Analoge Notizen bauen die Laptop-Barriere zwischen den Gesprächsteilnehmern ab.
Bild: Eric Audras / PhotoAlto

Kennen Sie Meetings, in denen alle Teilnehmer sich hinter ihren Laptops verstecken, anstatt sich mit ihren Gesprächspartnern auszutauschen? Doch nicht nur für die persönliche Interaktion lohnt es sich zuweilen, den Laptop auszustöpseln und zum guten alten Duo Stift und Papier zurückzugreifen.

Manche Unternehmen haben das Problem der isoliert Tippenden schon erkannt und deswegen in Meetings die "Keine Laptops"-Regel aufgestellt. Auch im Deutschen Bundestag gilt seit Mitte der 90-er Jahre für Abgeordnete ein Verbot von Laptops während Sitzungen. Wer in einer solchen Kultur überleben möchte, muss also wohl oder übel auf die mancherorts bereits ins Brauchtumsmuseum verbannten Werkzeuge Papier und Stift zurückgreifen.

Für all jene, die sich nicht mehr an die Vorteile der Nutzung von analogem Schreibwerkzeug erinnern können, hat der Schreibgerätehersteller Livescribe diese in sechs Punkten zusammengefasst:

Punkt 1: Persönliche Arbeitsatmosphäre
Dem Gegenüber wird durch das Mitschreiben der Eindruck einer aufmerksamen und konzentrierten Grundhaltung vermittelt. Es gibt keine optischen Barrieren und durch den häufigeren Blickkontakt entsteht eine persönliche, positive Gesprächsatmosphäre.

Punkt 2: Aktives Zuhören
Handschriftliches Notieren fördert die Aufmerksamkeit und das aktive Zuhören und unterstützt auch die Wahrnehmung der non-verbalen Kommunikation. Zudem bleibt mehr Raum, um vorauszudenken und sich während der Ausführungen eigene Fragen zu notieren.

Punkt 3: Klare inhaltliche Strukturierung
Wichtige Aussagen lassen sich durch grafische Elemente hervorheben und in einen sinnvollen Zusammenhang bringen – ein Vorteil auch für die Nachbearbeitung.

Punkt 4: Einprägsamkeit
Inhalte prägen sich besser und schneller ein. Der Grund: das Gehirn verarbeitet Informationen intensiver, wenn sie handschriftlich notiert werden. Die dadurch erhöhte Konzentration kann besonders in intensiven Diskussionen entscheidende Vorteile bringen.

Punkt 5: Hohe Flexibilität
Die handschriftliche Notizerfassung bietet eine Reihe von zusätzlichen Möglichkeiten, Inhalte zu erfassen, zu strukturieren und in sinnvolle Zusammenhänge zu bringen – beispielsweise durch Skizzen, Zeichnungen oder die Verwendung von Symbolen. Auch die "Mind Map"-Methode lässt sich auf Papier einfacher umsetzen – eine effiziente Technik, um während des Zuhörens Zusammenhänge zu verdeutlichen und geistige Landkarten zu schaffen, die den Blick auf das Wesentliche schärfen.

Punkt 6: Interaktion
Stift und Papier schaffen in Meetings oder Workshops zusätzliche Möglichkeiten der Interaktion. Die Teilnehmer können auf einer Vorlage gemeinsam Themen bearbeiten, Gedanken niederschreiben und auf diese Weise sehr effizient zu besseren Ergebnissen kommen.

Haufe Online Redaktion

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