10.05.2011 | HR-Management

McKinsey-Studie zeigt Wege aus dem Fachkräftemangel auf

Der demografische Wandel wird den Wettbewerb um Fachkräfte in Deutschland spürbar verschärfen, so das Beratungsunternehmen McKinsey Y Company. Aus externen Forschungsergebnissen und Experteninterviews hat das Unternehmen nun drei wichtige Faktoren erschlossen, die aus dieser Situation heraushelfen sollen.

Auch wenn Politik und Wirtschaft den Fachkräftemangel nur gemeinsam lösen können, bieten sich Unternehmen individuelle Ansätze: "Die Politik kann bessere Rahmenbedingungen schaffen, aber jedes Unternehmen muss seine eigenen Chancen genau analysieren und konsequent nutzen", sagte der Deutschlandchef von McKinsey & Company, Frank Mattern.

Der Studie zufolge kümmern sich die Unternehmen in Deutschland bereits heute um die Sicherung ihres Fachkräftebedarfs. Oft bleibe dabei aber unklar, ob die Unternehmen das Richtige tun. Denn nur in Einzelfällen analysieren sie ihren konkreten Bedarf an Fachkräften und die mittel- bis langfristige Zusammensetzung der eigenen Belegschaft in den kommenden zehn bis 15 Jahren systematisch nach Standorten und Anforderungsprofil.

 

McKinsey-Studie nennt Strategien zur Fachkräftesicherung

Die Maßnahmen für Unternehmen, um den eigenen Bedarf an Fachkräften zu sichern, lassen sich in drei Handlungsfelder aufteilen:

  1. Die Lücke verkleinern, indem Unternehmen systematisch ihr vorhandenes Fachkräftepotenzial ausschöpfen. Dadurch ließen sich bis zum Jahr 2025 bis zu 3,2 Millionen Fachkräfte (2 Millionen durch Frauen, 1,2 Millionen durch Ältere) gewinnen. Durch Zuwanderung ließe sich die Lücke im besten Fall um weitere 800.000 Fachkräfte verkleinern – vollständig schließen ließe sie sich dadurch aber nicht. Mattern: "Die Rettung beim Thema Fachkräfte kommt nicht aus dem Ausland."
  2. Die eigene Wettbewerbsposition als Arbeitgebermarke verbessern und Personalstandorte stärken.
  3. Der Lücke ausweichen, indem Unternehmen und die öffentliche Hand ihren Fachkräftebedarf in nicht abdeckbaren Bereichen senken.

Über die Studie

Für die Studie "Wettbewerbsfaktor Fachkräfte" analysierte McKinsey unter anderem externe Forschungsergebnisse sowie weltweite Erfahrungen eigener Experten. Außerdem wurden zahlreiche Gespräche und Interviews geführt mit Personalchefs aus Unternehmen, darunter sowohl Dax-Konzerne als auch Mittelständler, und aus der öffentlichen Verwaltung.

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