MBA: Vollzeit, berufsbegleitend, Executive, Fernstudium

Der Master of Business Administration (MBA) hat viele Spielarten. Derzeit schwächeln die Vollzeit-Programme, während die Nachfrage nach berufsbegleitenden Angeboten geradezu boomt.

International gilt der MBA längst als der Managementabschluss schlechthin. In Deutschland ist er dagegen noch weniger bekannt.

Was ist ein MBA?

Der MBA steht für ein Studium in allgemeiner Unternehmensführung (General Management) und vermittelt Kenntnisse in allen dafür notwendigen Funktionen wie Finanz- und Rechnungswesen, Marketing und Personalführung. Er ist daher ideal für Absolventen technischer und naturwissenschaftlicher Studiengänge, die eine Managementposition innehaben oder anstreben. Als Postgraduate-Studium setzt er in der Regel einen ersten Hochschulabschluss (Bachelor) und einige Jahre Berufserfahrung voraus.

Ein wesentlicher Vorteil eines MBA-Studiums ist es, dass Teilnehmer mit unterschiedlichem fachlichem Hintergrund (wie Ingenieure, Juristen oder Mediziner) und aus unterschiedlichen Branchen zusammen und damit auch voneinander lernen. Ein MBA-Programm ist daher immer nur so gut wie seine Teilnehmer: Je qualifizierter sie sind und je vielfältiger die Klasse ist, desto mehr profitieren alle davon.

MBA-Formate: Vollzeit, berufsbegleitend, Executive

In den USA dauern die Vollzeit-Studiengänge meist zwei Jahre, in Europa ist es ein Jahr. Doch die Vollzeit-Programme scheinen immer mehr zum Auslaufmodell zu werden, denn sie binden die Teilnehmer und sie sind teuer. An etlichen Schulen sinkt daher die Nachfrage. Immer beliebter werden dagegen berufsbegleitende Programme, bei denen der Unterricht am Abend oder Wochenende, wahlweise auch in mehrtägigen Modulen stattfindet.

Eine Form davon ist der Executive MBA, der sich an Mitarbeiter mit mehrjähriger Berufs- und Führungserfahrung richtet. Hier müssen die Teilnehmer oftmals Aufgaben oder Projekte aus dem Unternehmen bearbeiten. Damit eignet sich das Studium auch als Maßnahme der Personalentwicklung, von der beide Seiten profitieren: Der Teilnehmer erwirbt einen anerkannten akademischen Titel, das Unternehmen nützt das erworbene Know-how und kann die neue Qualifizierung in die Laufbahnplanung integrieren.

Neben Global MBA und Fernstudium ist der Online-MBA klar im Trend

Wer vor allem einen Einblick ins internationale Business sucht, ist bei einem Global Executive MBA gut aufgehoben. Hier reisen die Teilnehmer zum Unterricht in verschiedene Länder und lernen dadurch die jeweilige Wirtschaft und Kultur kennen. Bei einem Fernstudium-MBA erarbeitet man sich den Lernstoff mithilfe von Studienbriefen und wird von Tutoren betreut. Inzwischen kann man die Lerninhalte oft auch online oder per App abrufen. Das derzeit am schnellsten wachsende Format ist der Online-MBA, wobei die meisten Angebote auf Blended Learning setzen: Online-Lernen kombiniert mit kurzen Präsenzphasen.


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Schlagworte zum Thema:  MBA, Weiterbildung, Führungskräfteentwicklung