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| MBA und Executive Education

Wie Business Schools auf digitale Disruptionen vorbereiten

Wie hier im DBT Center der IMD in Lausanne spielt in immer mehr Business Schools das Thema "digitale Disruption" eine Rolle.
Bild: Bärbel Schwertfeger

Jedes vierte Unternehmen ist in den nächsten fünf Jahren von digitalen Disruptionen bedroht – das ist das Ergebnis einer Studie. Welche Rolle das Thema bislang bei MBA und Executive Education spielt und welche Programme die Business Schools bereits vorgelegt haben.

Uber und Airbnb: Das sind oft genannte Beispiele, wenn es um disruptive Innovationen in der digitalisierten Arbeitswelt geht – also solche Innovationen, die sich nicht nach und nach aus bestehenden Angeboten wie Taxifahrten und Hotelübernachtungen ergeben, sondern solche, bei denen das bisherige Geschäftsmodell komplett zerstört und neu erfunden wird.

Doch Prognosen zufolge wird künftig nicht nur die Taxi- und Hotelbranche von solchen disruptiven Transformationen betroffen sein. Eine Studie des Global Center for Digital Business Transformation (DBT Center) der IMD Business School in Lausanne legt nahe, dass künftig auf jedes vierte Unternehmen solche Veränderungen zukommen könnten.

Was bieten Business Schools bereits zu digitaler Disruption?

Diese Entwicklungen und Prognosen hat die Journalistin und MBA-Expertin Bärbel Schwertfeger als Anlass genutzt sich an den Business Schools umzusehen und herauszufinden, inwieweit deren Angebot im Bereich MBA und Executive Education bereits auf die aktuellen Veränderungen reagiert. Über die Ergebnisse ihrer Recherche berichtet sie in Ausgabe 10/2015 des Personalmagazins.

Der aktuelle Stand der Dinge: An den Business Schools findet das Thema "digitale Disruption" erst langsam Eingang, sei es mit einzelnen Kursen im MBA-Programm oder entsprechenden Executive-Education-Angeboten (also Managerweiterbildungen ohne akademischen Abschluss), schreibt Schwertfeger.

Als Vorreiter hat die Autorin die Harvard Business School ausgemacht. Aber auch andere US-Schulen wie Stanford oder das MIT beschäftigen sich schon länger und intensiver mit dem Thema.

Europäische Schulen ziehen nach

Dagegen konnte Schwertfeger bei europäischen Schulen noch nicht viele eigenständige Programme zum Thema "digitale Disruption" finden. Meist ist das Thema bislang in die bestehenden Programme integriert.

An den führenden deutschen Schulen gibt es bisher keine eigenständigen Angebote, stellt Schwertfeger fest. "Das Thema hat erst vor Kurzem Fahrt aufgenommen", zitiert sie Professor Misiek Piskorski, der bis vor einem Jahr Ko-Direktor des Weiterbildungsprogramms "Driving Digital and Social Strategy" an der Havard Business School war. Vor allem im Forschungsbereich gebe es dazu erst wenig, sagt Piskorski.

Thema "digitale Disruption" nimmt an Fahrt auf

Das will das IMD nun ändern, schreibt Schwertfeger: Im Juni eröffnete die Business School, die im Ranking der Financial Times zum vierten Mal hintereinander als weltweit beste Schule im Bereich der offenen Programme bei der Executive Education gekürt wurde, das DBT Center, das auch die oben genannte Studie durchgeführt hat.

Das neue Zentrum wird gemeinsam mit dem US-IT-Konzern Cisco betrieben. Sechs Forscher, je drei vom IMD und von Cisco, sollen hier künftig arbeiten. Ziel ist es vor allem, Fallstudien zu erarbeiten und Werkzeuge zu entwickeln, um Unternehmen dabei zu helfen, den disruptiven Wandel besser zu bewältigen.

Während Cisco die Forschung nutzen möchte, um seine Kunden besser beraten zu können, will das IMD seine neuen Erkenntnisse vor allem in firmeninterne Kurse einbringen, berichtet Schwertfeger.

Wenn Sie mehr über die MBA- und Executive-Education-Angebote der Business Schools zum Thema "digitale Disruption" wissen wollen, können Sie im Personalmagazin weiterlesen: In Ausgabe 10/2015 finden Sie den kompletten Beitrag "Uber lauert überall" von Bärbel Schwertfeger. Hier können Sie die Ausgabe als App herunterladen.

In der Personalmagazin-App finden Sie auch eine Übersicht ausgewählter Executive-Education-Programme zum Thema "digitale Tranformation".

Haufe Online Redaktion

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