MBA-Studium lohnt sich finanziell

Dass sich ein MBA-Studium vor allem in den USA finanziell auszahlt, zeigt die Umfrage "Corporate Recruiters Survey 2019" des Graduate Management Admission Council (GMAC). Befragt wurden 1.202 Arbeitgeber in 45 Ländern.

Ein MBA-Studium lohnt sich vor allem in den USA finanziell. Dort liegt der inflationsbereinigte Median bei 115.000 Dollar im Jahr für das Grundgehalt bei einer Spanne zwischen 85.000 und 125.000 Dollar. Das ist mehr als je zuvor und mehr als das Doppelte von dem, was Bachelor-Absolventen mit 55.000 Dollar verdienen. Auch Absolventen eines Masters in Management (MIM) verdienen mit 80.000 deutlich weniger. Die höchsten Gehälter gibt es in der Beratung (135.000 Dollar), in Finance/Accounting (125.000 Dollar). An dritter Stelle stehen die Gesundheits- und Technologiebranche mit jeweils mit 115.000 Dollar. Das zeigt der "Corporate Recruiters Survey 2019" des Graduate Management Admission Council (GMAC).

Wenig Aussagekraft für Europa 

Befragt wurden 1.202 Arbeitgeber in 45 Ländern. Allerdings stammt die Mehrheit der Unternehmen (79 Prozent) aus den USA. Aus Europa nahmen lediglich 13 Prozent der befragten Arbeitgeber teil. In Ost- und Südostasien waren es sogar nur drei Prozent. Das verringert die Aussagekraft der Ergebnisse für diese Regionen natürlich deutlich.

In Europa liegt der entsprechende Median bei MBA-Absolventen mit 95.000 Dollar deutlich niedriger als in den USA. Die Bandbreite beträgt 55.000 bis 115.000 Dollar. Damit ist das Grundgehalt für Absolventen in Europa etwa 2,7 Mal höher ist als mit dem MIM. Hier liegt der Median bei 35.000 Dollar mit einer Spanne von 15.000 bis 55.000 Dollar. Erheblich weniger Gehalt bekommen MBA-Absolventen in Asien mit einem Median von gerade mal 45.000 Euro und mit einer Spanne von 15.000 bis 105.000 Dollar.

Gehälter sollen weiter steigen

Insgesamt wollen 56 Prozent der befragten Unternehmen die Gehälter für MBA-Absolventen in diesem Jahr erhöhen. Das gilt vor allem für Firmen in Asien (63 Prozent). Bei den US-Firmen sind es 56 Prozent, in Europa nur 50 Prozent, die das Gehalt anheben wollen. Zum Grundgehalt zahlen 58 Prozent der US-Unternehmen bei Beitritt ins Unternehmen einen Signing-Bonus von 10.500 Dollar (Median). In Europa leistet nur ein Drittel diese Zusatzzahlung. Der Median liegt hier bei 10.000 Dollar.  

Auch was die finanzielle Unterstützung beim Studium angibt, zeigen sich US-Firmen deutlich großzügiger. Hier bieten 40 Prozent Unterstützung beim MBA und 37 Prozent beim Executive MBA an. In Europa sind es jeweils nur 14 Prozent, in Asien sogar lediglich elf beziehungsweise neun Prozent. 

MBA-Absolventen sind gefragt

MBAs bleiben gefragt auf dem Arbeitsmarkt. 64 Prozent aller befragten Unternehmen wollen in diesem Jahr MBA-Absolventen einstellen. Im Vorjahr waren es allerdings 69 Prozent. In den USA sind es 77 Prozent, in Asien 87 Prozent und in Europa 69 Prozent (Vorjahr: 64 Prozent). 

Dabei sind US-Firmen weiter zögerlich, wenn es um die Einstellung von internationalen Absolventen geht. Grund ist vor allem die Unsicherheit bei der Visa-Regelung. Nur 48 Prozent planen oder wollen internationale Kandidaten einstellen. In Europa sind es 71 Prozent, in Asien-Pazifik 69 Prozent.


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