MBA-Studium: Kosten, Investition

Ein gutes MBA-Studium kostet viel Geld. Die meisten MBA-Studenten setzen bei der Finanzierung auf einen Mix aus Erspartem, Krediten und Stipendien. Die Unterstützung durch den Arbeitgeber wird seltener.

Das MBA-Studium wird immer teurer. Inzwischen belaufen sich die Kosten an neun Topschulen in den USA auf bereits über 200.000 Dollar, berichtete das MBA-Portal Poets&Quants im Dezember. Bis Ende 2019 rechne man damit, dass diese Kosten bei ein Dutzend oder mehr Schulen üblich sein werden. Die Summe gilt für ein zweijähriges Vollzeit-Studium und beinhaltet neben den Studiengebühren auch andere Gebühren sowie die Lebenshaltungskosten. In Stanford liegen allein die Studiengebühren bei mehr als 146.000 Dollar.

Große Preisspanne bei den Studiengebühren für den MBA

Natürlich verlangen nicht alle MBA-Anbieter so horrende Studiengebühren und die Preisspanne ist groß. In Deutschland reicht sie von 10.000 bis 80.000 Euro. Und bei berufsbegleitenden Programmen wie dem Part-time- oder Executive MBA fällt zumindest der Gehaltsausfall weg. Dabei gelten im MBA-Bereich die üblichen Marktregeln. Nicht alles, was teuer ist, ist zwangsläufig auch gut. Aber was sehr gut ist, hat meist eben auch seinen Preis.

MBA-Kosten: Finanzierung über Erspartes, Kredite und Stipendien

Bei der Finanzierung setzen die meisten MBA-Studenten auf einen Mix aus Erspartem, Krediten und Stipendien. Die Stipendiengeber reichen vom Rotary Club über zahlreiche Stiftungen und Veranstalter von MBA-Messen bis hin zu den Schulen selbst. Besonders häufig gibt es Stipendien für Frauen. Einen Überblick vor allem für Stipendien bei Vollzeit-MBAs bietet das Karrierenetzwerk e-fellows.net.

Bei den Krediten kooperieren viele Schulen mit örtlichen Banken. Zudem gibt es mehrere Plattformen wie Prodigy Finance, die internationalen Studenten, die an einer führenden europäischen Schule studieren wollen, Kredite anbietet. Hier werden die Zinsen am voraussichtlichen künftigen Gehalt und nicht am aktuellen Gehalt bemessen.

Unternehmen beteiligen sich immer seltener an MBA-Kosten

Auch wenn gerade die berufsbegleitenden Studiengänge oftmals eine sinnvolle Personalentwicklungsmaßnahme sind, sinkt die Zahl der vom Unternehmen unterstützten Mitarbeiter seit Jahren weltweit. Laut einer Umfrage des Executive MBA Council, einer weltweiten Interessenvertretung von Business Schools, finanzieren 45 Prozent der Teilnehmer ihr Studium komplett selbst.

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