30.05.2014 | MBA-Studie

Bewerbertraum: Mit renommierter Schule die Karriereleiter erklimmen

Wer ein MBA-Studium anstrebt, tut dies meist, um seine Karriere voranzutreiben.
Bild: Project Photos GmbH & Co. KG

Die Entwicklung der eigenen Karriere und das Renommee der Schule: Das sind laut einer US-Studie die wichtigsten Entscheidungskriterien dafür, warum und wo künftige Studenten sich für ein MBA-Programm bewerben. Zudem beobachten die Autoren einen Trend zur Mehrfachbewerbung.

Karriere ist und bleibt der wichtigste Motivator: Knapp die Hälfte (44 Prozent) der 675 Befragten einer US-Studie geben die Entwicklung ihrer Karriere als Hauptgrund dafür an, ein MBA-Studium aufzunehmen. Damit hält der Trend aus dem Vorjahr an, als 45 Prozent der Befragten dies als Motivator Nummer eins nannten. Für weitere 38 Prozent ist die Karriere auf andere Weise ein entscheidender Faktor: Sie möchten gerne mit dem MBA-Studium den Grundstein dafür legen, ihre berufliche Laufbahn zu ändern.

Der Trend geht zur Fünffachbewerbung

Wenn sich die künftigen Studenten für ein MBA-Studium entschieden haben, stehen sie vor der Qual der Wahl, welcher Business School sie ihre Bewerbung zuschicken. Hier ist – wie im Vorjahr auch – der Ruf der Schule der wichtigste Entscheidungsfaktor: Gut die Hälfte (51 Prozent) der potenziellen MBA-Studenten sucht danach die passende Schule aus.

Da an den renommierten US-Business Schools die Plätze für ein MBA-Studium begrenzt und deshalb hart umkämpft sind, bewerben sich viele künftige Studenten gleich an mehrere Schulen. Ein Viertel der Befragten versucht der Studie zufolge ihr Glück dieses Jahr an fünf Business Schools; jeder Zehnte schickt seine Unterlagen sicherheitshalber sogar an sechs MBA-Schmieden.

Beratung, Finanzen und Unternehmensführung sind attraktive Karriereziele

Die Studie bietet auch einen Ausblick darauf, was die Studenten nach ihrem Studium mit ihrem MBA-Abschluss anfangen möchten. Dabei liegt die Beraterkarriere mit 38 Prozent vorne. Für je ein Viertel gilt auch eine Stelle im Finanzbereich oder in der Unternehmensführung als attraktive Perspektive.

Für Stacey Blackman, deren Firma die Studie durchgeführt hat, belegen die Ergebnisse die anhaltende Popularität von MBA-Programmen. "Auch wenn sich die Hauptgründe der Bewerber für die Wahl einer Schule und die Motivation dafür ein weiterführendes Wirtschaftsstudium aufzunehmen ändern mögen, zeigen die Zahlen, dass die Studenten einen MBA immer noch als wichtiges Sprungbrett ansehen zur nächsten Karrierestufe – oder zu einer komplett neuen Karriere oder einem unternehmerischen Vorhaben", so Blackman.

MBA-Schulen ändern Zulassungskriterien, um Betrug zu vermeiden

Blackmanns Firma, Stacy Blackman Consulting, bietet künftigen Studenten Hilfe bei der Bewerbung an den beliebten Business Schools an. In den USA boomt der Markt für solche Beratungsleistungen bereits, denn die Schulen legen die Messlatte bei den Bewerbungskriterien hoch: Viele verlangen von den Bewerbern mehrere Essays, Referenzen, Zeugnisse sowie Sprach- und Zugangstests. Um zu vermeiden, dass die Bewerber auf diese Weise zu sehr schummeln, haben einige MBA-Schulen bereits ihre Zulassungskriterien geändert. Auf was sich nun die Bewerber einstellen müssen, erklärt Bärbel Schwertfeger in Ausgabe 11-12/2013 der Wirtschaft und Weiterbildung.

Schlagworte zum Thema:  MBA, Studium, Karriere, Entwicklung

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