0

| MBA-Studium in Nordamerika

Vom Tellerwäscher zum Millionär

Wer in den USA oder Kanada die Business School mit MBA in der Tasche verlässt, verdient üppig. Doch das hat seinen Preis.
Bild: Haufe Online Redaktion

Wer in den USA oder Kanada sein MBA-Studium absolviert, muss tief in die Tasche greifen: Rund 90.000 US-Dollar kostet dort ein Programm. Dafür locken nach dem Studium traumhafte Verdienstmöglichkeiten, wie eine Gehaltsanalyse unter MBA-Absolventen ergeben hat.

Ein MBA-Studium will gut überlegt sein – schließlich bedeutet es eine nicht unwesentliche Investition in Zeit und Geld. Gerade, wer sich entschließt, sein Studium in Nordamerika zu absolvieren, muss tief in die Tasche greifen.

Andererseits locken dort Business Schools mit großem Renommee – etwa Harvard, Stanford oder Yale. Zudem verspricht ein MBA-Abschluss an einer der renommierten Business Schools glänzende Jobaussichten und Verdienstmöglichkeiten.

Wie groß Verdientsmöglichkeiten und Jobaussichten nach dem Studium an einer nordamerikanischen Business School tatsächlich sind, hat das US-News-Portal Poets & Quants nun analysiert.

Durchschnittlich 75 Prozent Gehaltszuwachs

Schon die durchschnittlichen Einstiegsgehälter der MBA-Alumni legen nahe, dass der Abschluss sein Geld im wahrsten Sinne des Wortes wert ist: Durchschnittlich stolze 91.417 US-Dollar zahlen Arbeitgebern demnach den Neueinsteigern mit dem MBA einer nordamerikanischen Schule auf dem Lebenslauf. Im Vergleich: Wer seinen Lebenslauf mit einem Master-Abschluss schmückt, verdient dort im Durchschnitt 59.769 US-Dollar.

Insgesamt rund 75 Prozent Gehaltszuwachs können die Absolventen der Studie zufolge in ihrem post-MBA-Job verbuchen. Mit dem Abschluss bestimmter Schulen in der Tasche liegt der Gehaltszuwachs sogar deutlich höher – so etwa bei den Alumni der Schulich Business School der University of Toronto (138 Prozent), der Weatherhead School of Management der Case Western Reserve University (128 Prozent) sowie der Katz Business School der University of Pittsburgh (127 Prozent).

Wo der höchste Return on Invest zu erwarten ist

Rechnet man die Investition in die Studiengebühren gegen die Verdienstmöglichkeiten nach dem Studium, ergibt sich nach zehn Jahren folgendes Bild: Am meisten lohnt demnach ein Studium an der Stanford Graduate School of Business – dort liegt der Return on Invest nach zehn Jahren bei 1.076.395 US-Dollar, so die Berechnung der Autoren. Danach folgen die Harvard Business School (949.907 US-Dollar) und die Sloan School of Management am Massachusetts Institute of Technology (896.280 US-Dollar.)

Deutsche MBA-Absolventen können von solchen Gehaltssteigerungen meist nur träumen, wie im vergangen Jahr der "GMAC Corporate Recruiters Survey Report" ergeben hat. Allerdings müssen sie auch deutlich weniger in ihr MBA-Studium investieren, da die Studiengebühren hierzulande geringer ausfallen als jenseits des Atlantiks.

Nach 44 Monaten amortisiert sich die Investition

Die hervorragenden Verdientsmöglichkeiten haben allerdings einen Haken: Denn die Studenten müssen dafür kräftig in Vorleistung treten. Durchschnittlich 88.045 US-Dollar müssen sie für die meist 24-monatigen Programme aufbringen, in den USA (91.141 US-Dollar) deutlich mehr als in Kanada (64.827 US-Dollar).

Kleines Trostpflaster für die Studenten, die sich für solch hohe Studiengebühren meist verschulden müssen: Die hohen Kosten amortisieren sich in durchschnittlich 44 Monaten, an Business Schools mit niedrigeren Studiengebühren bereits nach 33 Monaten.

Neuer Job nach drei Monaten – jedoch nicht für Ausländer

Indes: Über lange Wartezeiten nach dem Abschluss können sich die Absolventen einer US- oder kanadischen Schule demnach nicht beklagen: Die große Mehrheit, nämlich 85 Prozent der Alumni mit Vollzeit-MBA, hat spätestens drei Monate nach Abschluss bereits einen neuen Job.

Für ausländische Studierende gilt dies leider nicht – denn diese könnten aufgrund von Visa-Bestimmungen oft nicht in der Region arbeiten, schränken die Studienautoren ein.


Mehr zum Thema lesen Sie hier:

Business Schools: Welche MBA-Absolventen am besten verdienen

Berufswunsch Milliardär: Welche Business Schools die reichsten Alumni haben

"Economist" ROI-Ranking: Welche MBA-Programme sich am schnellsten auszahlen

Haufe Online Redaktion

MBA, Studium, Führungskräfteentwicklung

Aktuell

Meistgelesen