MBA-Studium: Frauenanteil steigt trotz Bewerberrückgang Infografik

Obwohl die Zahl der Bewerber für Vollzeit-MBA-Programme in den USA teils drastisch gesunken ist, steigt der Frauenanteil einer Studie zufolge insgesamt an. Drei Business Schools sind mittlerweile nicht mehr weit davon entfernt, Geschlechterparität zu erreichen.

Im Schnitt sind in den amerikanischen Vollzeit-MBA-Programmen 39 Prozent der Studierenden Frauen. Das berichtet die Non-Profit Forté Foundation, die sich für die Förderung von Frauen an Business Schools einsetzt. Befragt wurden die 54 Partnerschulen der Foundation. Außerhalb der USA liegt der Frauenanteil bei 36 Prozent.

Dabei steigt der durchschnittliche Frauenanteil seit vier Jahren kontinuierlich an, von 36 Prozent im Jahr 2016 bis auf 38 Prozent im vergangenen Jahr. 2019 haben 19 Schulen - und damit mehr als ein Drittel der Mitgliedsschulen - 40 Prozent oder mehr Frauen. 2015 waren es erst zwölf Schulen, 2005 noch keine einzige Schule. Zudem haben 33 Schulen 35 Prozent oder mehr Studentinnen. 2015 waren es nur 16 Schulen, 2005 erst drei Schulen.

Olin Business School erreicht nahezu Geschlechterparität

Weitere Ergebnisse sind: Die Olin Business School an der Washington University in St. Louis hat mit 49 Prozent beinahe die Geschlechterparität erreicht. Die Wharton School an der University of Pennsylvania und die Ross School of Business an der University of Michigan sind mit 47 und 45 Prozent auch nicht weit davon entfernt. Die Schule mit der besten Geschlechterparität in Europa ist die Oxford Saïd Business School mit 44 Prozent. In Kanada ist es die Rotman School of Management in Toronto mit 42 Prozent. Das sind die beiden einzigen Schulen in Europa und Kanada, die mehr als 40 Prozent erreicht haben.

Viele weibliche CEOs haben einen MBA-Abschluss

"Wir sehen, dass die Zahl der Frauen jedes Jahr steigt", sagt Elissa Sangster, CEO der Forté Foundation. Sie sei daher zuversichtlich, das Ziel von durchschnittlich 40 Prozent Frauen bis 2020 zu erreichen. Heute seien nur fünf Prozent der CEOs der S&P 500, also der 500 größten börsennotierten US-Unternehmen, Frauen, wie Sangster betont. Aber die eigene Analyse zeige, dass über 40 Prozent dieser weiblichen Chefs einen MBA-Abschluss haben. Zudem hätten Forschungsergebnisse gezeigt, dass mehr Frauen in Führungspositionen zu einer besseren Finanzperformance des Unternehmens und einem besseren Risikomanagement beitragen.


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Schlagworte zum Thema:  MBA, Diversity