Online-MBA-Programme werden immer beliebter. Welche Schulen die besten Programme in den USA anbieten, zeigt ein Ranking von US News. Bild: MaxFrost

Welche Business School bietet das beste Online-MBA-Programm in den USA? Dieser Frage ist das US-Magazin "US News & World Report" auch 2017 wieder nachgegangen. Wer die Gewinner des diesjährigen Online-MBA-Rankings sind und wie sich die Online-Alternative zu Vollzeit-MBA-Programmen entwickeln.

Bereits zum dritten Mal wurde der Online-MBA der Fox School of Business der Temple University in Philadelphia von dem Magazin "US News & World Report" zum besten Online-MBA gekürt. Den zweiten Platz belegt die Tepper School of Business (Carnegie Mellon University), gefolgt von der Kelley School of Business (Indiana University), der Kenan-Flagler Business School (University of North Carolina) und Hough School of Business (University of Florida).

Insgesamt hat US News 108 Online-Programme bewertet, wobei es auch auf den vorderen Plätzen erhebliche Veränderungen gibt. So landet der Online-MBA der University of Maryland, der im vergangenen Jahr nicht im Ranking vertreten war, diesmal auf Platz neun. Das Online-Programm der University of Wisconsin (Whitewater Campus) konnte sich um elf Plätze auf Rang 16 verbessern.

Online-MBA: früher zweitklassig, jetzt immer wichtiger

Online-MBAs, die lange Zeit als zweitklassige Optionen galten, gewinnen zunehmend an Bedeutung – vor allem, wenn sie von Top-Schulen angeboten werden. Mit dem herkömmlichen Fernstudium, bei dem die Studieninhalte online gestellt werden, haben die neuen Online-MBAs nicht viel zu tun: Im Mittelpunkt stehen hier interaktive Lernformen wie das virtuelle Klassenzimmer, Online-Diskussionen oder die Bearbeitung von Lernaufgaben in virtuellen Teams.

Zudem durchlaufen die Teilnehmer das Programm meist in einem festen Klassenverband und sie werden nicht von Tutoren oder externen Dozenten unterrichtet, sondern von den Professoren der Business School. Fast immer gehören auch kurze Präsenzphasen zum Programm.

Kosten: Kaum niedriger als bei Vollzeit-MBA-Programmen

Die Studiengebühren dieser Online-MBAs sind kaum niedriger als beim Vollzeit-MBA: So kostet der Online-MBA an der Tepper School stolze 122.880 Dollar. An der Kenan-Flagler Business School sind es 104.610 Dollar.

Dennoch steigt die Nachfrage. So haben sich an der Kenan-Flager Business School zuletzt 1.047 Studenten eingeschrieben. Vor einem Jahr waren es erst 782. An der University of Texas, Dallas, haben sich die Einschreibungen von 272 auf 325 Studenten erhöht, während die Zulassungsquote gleichzeitig von 50 auf 39 Prozent sank. Es war also deutlich schwerer, einen Studienplatz zu bekommen.

Über das Ranking

Das Ranking basiert auf fünf Kategorien: Engagement der Studenten (28 Prozent), Zulassungskriterien (25 Prozent), Reputation bei anderen Schulen (25 Prozent), Referenzen der Professoren und Training (elf Prozent) sowie Serviceangebote für Studenten und Technologie (elf Prozent) (mehr über die Methodologie lesen Sie hier.)

Kritik am Ranking rufen vor allem die zahlreichen gravierenden Auf- und Abstiege hervor. So verzeichnen fast 45 Prozent der besten 104 Schulen doppelstellige Veränderungen. Manche veränderten sich sogar um 20 oder mehr Plätze - was stets darauf hindeutet, dass die Unterschiede zwischen den Programmen nur gering sind und der Rangplatz daher nicht sehr aussagekräftig ist. Dazu kommt, dass sechs Schulen auf Platz 21 und acht Schulen 47 liegen.

Trotz der Kritik ist das Ranking von US News neben der Rangliste internationaler Programme der Financial Times die einzige einigermaßen verlässliche Bewertung von Online-MBA-Programmen.
Das komplette Ranking von US News finden Sie hier: www.usnews.com

Schlagworte zum Thema:  MBA, Weiterbildung, Business School, E-Learning

Aktuell
Meistgelesen