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Regionale Programme etablieren sich

Deutsche Schulen – wie die Uni-Mainz – fehlen oft in internationalen Rankings, etablieren sich aber regional.
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Nur wenige deutsche Business Schools können sich in MBA-Rankings durchsetzen. Oft liegt das an einer fehlenden internationalen Akkreditierung. Bärbel Schwertfeger stellt in der Wirtschaft + Weiterbildung drei Programme vor, die sich regional etabliert haben – mit Akkreditierung oder ohne.

Eines der drei Beispiele, die die Journalistin und MBA-Expertin Bärbel Schwertfeger in der aktuellen Ausgabe der Wirtschaft + Weiterbildung vorstellt, ist die Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR). Diese Schule konzentriert sich mit ihren MBA-Programmen auf einen regionalen Fokus, wie das Credo von Matthias Tomenendal, Direktor des IMB Institute of Management an der Hochschule HWR, zeigt: "Wir streben nicht in die internationale Top-Liga. Das wäre unrealistisch", zitiert Schwertfeger den Professor.

Berlin: Standortvorteil und internationale Akkreditierung

Angeboten werden an der HWR, so Schwertfeger, ein Vollzeit- sowie ein Part-time MBA mit insgesamt acht "Pathways", also Vertiefungen – alles General-Management-Programme mit einer breiten Ausbildung. Am beliebtesten sei International Management, sagt Tomenendal. "Die Teilnehmer arbeiten entweder im internationalen Umfeld oder streben eine internationale Karriere an." An zweiter Stelle stehe der "MBA in Entrepreneurship", der sowohl die Start-up-Szene bediene als auch interessant sei für Mitarbeiter in Konzernen, die als Intrapreneure neue Produkte oder Lösungen entwickelten.

Der Clou dabei: Die Themenfelder seien an die Wirtschaftscluster in Berlin angepasst, zitiert Schwertfeger den Professor: "Berlin steht für Internationalität, Offenheit und Start-up-Spirit." Ein wesentlicher Pluspunkt des MBA Studiums sei es, dass der jeweilige Studiengangleiter die Netzwerke aus seiner Forschung und Projektberatung aktiv nütze und die Studenten so auch wertvolle Kontakte aufbauen könnten. Zielgruppe seien vor allem deutsche Teilnehmer.

Neben dem Standort Berlin, schreibt Schwertfeger, bewerte Tomenendal vor allem die Akkreditierung der HWR durch die britische Association für MBAs (AMBA) als Verkaufsargument. Anders als viele deutsche Schulen verfügt die HWR damit über eine international anerkannte Akkreditierung.

Augsburg: Qualität und deutsche Akkreditierung als Verkaufsargument

Anders als sein Berliner Kollege Tomenendal sei Hanspeter Vietz, Executive Director MBA am SGL Carbonum-Management-Center ZWW der Universität Augsburg, auf das Thema "internationale Akkreditierung" nicht gut zu sprechen, schreibt Schwertfeger. Denn geänderte Voraussetzungen der European Foundation for Management Development (EFMD) in Brüssel führten dazu, dass die Augsburger ihr MBA-Programm nicht mehr für die international anerkannte Akkreditierung EPAS reakkreditieren konnten.

Doch auch ohne internationale Akkreditierung kann die Schule offenbar überzeugen: Sie hält das Siegel der deutschen deutschen Akkreditierungsorganisation FIBAA. Für Vietz ist zudem die Qualität der MBA-Programme ein Verkaufsargument: Dazu gehörten auch die intensive Betreuung der Teilnehmer sowie der hundertprozentige Präsenzunterricht, zitiert Schwertfeger den Direktor des ZWW.

Ergänzt wird der Präsenzunterricht in Deutschland laut Schwertfeger durch zwei Monate Aufenthalt in den USA, wo die Teilnehmer ins Vollzeit-MBA-Studium der Katz Graduate School of Business an der University of Pittsburgh in Pennsylvania integriert sind.

Mainz: MBA-Programm ist durch Nachfrage von Unternehmen entstanden

Als drittes Programm stellt Schwertfeger den MBA der Johannes Gutenberg Universität Mainz vor. Entstanden sei das Mainzer Programm aufgrund der Nachfrage von Unternehmen, zitiert Schwertfeger Professor Franz Rothlauf, Leiter des Executive-MBA-Programms Programms an der Uni Mainz. "Die suchten nach einer Weiterbildung für ihren Führungsnachwuchs", erklärt der Studienleiter.

Internationale Erfahrung sammeln können die Teilnehmer während je eine Woche an den beiden Partnerschulen in China und den USA. Zudem gibt es pro Jahrgang zehn Kamingespräche mit Vorständen und Führungskräften aus Kultur, Sport und Politik, schreibt Schwertfeger.

Den kompletten Beitrag "MBA aus der Region" lesen Sie in Ausgabe 11/12 2014 der Wirtschaft + Weiterbildung.

Schlagworte zum Thema:  MBA, Business School

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