Business Schools unterliegen derzeit einem rapiden Veränderungsprozess und müssen daher ihr traditionelles Geschäftsmodell überdenken, forderte Bodo Schlegelmilch, Marketingprofessor an der Wirtschaftsuniversität Wien und Vorsitzender der Akkreditierungsorganisation AMBA (Association of MBAs) bei einem Vortrag an der Wirtschaftsuniversität Wien.

Eine innovative Idee für Business Schools: Bodo Schlegelmilch trug sie in einem Vortrag an der Wirtschaftsuniversität Wien vor. Neue Technologien stellen die traditionellen Studiengänge infrage. Neue Wettbewerber wie Akademien von Beratern oder Unternehmen tauchen auf. Und chinesische Hochschulen holen weltweit in der Forschung auf. Dabei gebe es einen globalen Trend vom Eigentum zur Miete. Uber hat keine eigenen Fahrzeuge mehr, Airbnb keine eigenen Unterkünfte. Warum sollten Business Schools daher ihren Abschluss weiter lebenslang vergeben?

Der neue Trend: MBA-Titel auf Zeit?

Eine Akkreditierung gebe es schließlich auch nur für maximal fünf Jahre, da eine Business School eben schlechter werden könne. Dagegen behalte man einen MBA-Titel, auch wenn man sich danach nicht mehr weiterbildet. "Warum führen wir nicht eine Art Subskriptionsmodell ein?", fragt Professor Schlegelmilch. Der MBA-Titel wird dann nur für einen bestimmte Dauer vergeben. Danach muss man sich weiterbilden, um ihn behalten zu können. Das könnte ein für beide Seiten ökonomisch interessantes Modell sein. "Die Schulen haben damit eine lebenslange Verbindung zu den Absolventen und wissen, dass sie wiederkommen", so der Marketingexperte. Das würde den Business Schools ermöglichen, das MBA-Studium preiswerter zu machen, was wiederum ein Vorteil für die Studenten wäre. Sie müssten zwar später die Kurse bezahlen. Aber das falle ihnen deutlich leichter, wenn sie bereits einen gut bezahlten Job hätten.

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