| MBA-Ranking

"Economist" bewertet Vollzeitprogramme

Das "Fulltime MBA Ranking 2016" des "Economist" soll MBA-Interessierten als Orientierung dienen, doch es regt sich Kritik an der Methode.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Welche MBA-Programme lohnen sich? Antworten auf diese Frage erwarten sich viele Studieninteressierte von Rankings, etwa dem "Fulltime MBA Ranking 2016" des Wirtschaftsmagazins "The Economist". Welche Business Schools hier am besten abschneiden und warum es auch Kritik am Ranking gibt.

Mit dem "Fulltime MBA Ranking 2016" will das Wirtschaftsmagazin "The Economist" auch in diesem Jahr wieder eine Orientierungshilfe für die Wahl des geeigneten MBA-Vollzeit-Studiums bereitstellen. Die Ergebnisse haben die britischen Wirtschaftsjournalisten kürzlich veröffentlicht.

US-amerikanische Business Schools im Economist-Ranking vorn

Auf den ersten sieben Rängen im Economist-Ranking finden sich ausschließlich US-amerikanische Business Schools mit ihren MBA-Vollzeit-Programmen:

  • Auf Platz eins in diesem Jahr: das Angebot der Booth Business School an der University of Chicago.
  • Dahinter auf Rang zwei: die Kellog School of Management an der Northwestern University.
  • Platz drei belegt die Darden School of Business der University of Virginia.

Die einzigen beiden europäischen Institute, deren MBA-Vollzeit-Programme es unter die Top Ten geschafft haben, sind die spanische Iese Business School auf Rang acht und die Pariser HEC School of Management auf Platz neun.

Der MBA-Standort Deutschland

In der Top-100-Rangliste sind in diesem Jahr auch wieder deutsche Wirtschaftsschulen vertreten: die Mannheim Business School (Rang 41), die European School of Management and Technology (ESMT) in Berlin (Rang 53) sowie die WHU – Otto Beisheim School of Management (Rang 78).

Zufrieden mit dem Abschneiden im Ranking konnte auch die HHL Leipzig Graduate School of Management sein: In diesem Jahr hat es die Schule mit einer Platzierung auf Rang 97 zum ersten Mal in das globale Top-100-MBA-Ranking des Economist geschafft.

Ranking wider Willen?

Kritik am Ranking des Economist äußerte hingegen Professor Ralf Boscheck, MBA-Direktor am International Institute for Management Development (IMD), gegenüber der freien Journalistin Bärbel Schwertfeger. Das IMD habe in diesem Jahr keine Daten an den Economist übermittelt, sagte Boscheck in der Fachzeitschrift "Wirtschaft + Weiterbildung". Dennoch ist die Schweizer Business School im aktuellen Ranking auf Rang 23 gelistet – eine Einschätzung, die der Economist laut Angaben auf der offiziellen Website anhand von "öffentlichen Quellen und Anhaltswerten" sowie den "letzten verfügbaren Daten" trifft.

Damit schneidet das IMD sogar besser ab als im "Fulltime MBA Ranking 2015", an dem die Wirtschaftsschule in Lausanne noch aktiv teilnahm und es auf Rang 32 brachte. Ein überraschendes Ergebnis, wenn man bedenkt, dass die Angaben der Business Schools im Ranking mit rund 80 Prozent gewichtet werden

Für Professor Boscheck bestehen jedenfalls auch nach ausführlicher Recherche zum Vorgehen der britischen Wirtschaftsjournalisten Zweifel an der Methodologie des Economist-Rankings. Woran der IMD-MBA-Direktor seine Kritik im Einzelnen festmacht und wie die Entgegnung des Economist lautet, schreibt Bärbel Schwertfeger in einem Hintergrundartikel in Ausgabe 11-12/2016 der "Wirtschaft + Weiterbildung"

Schlagworte zum Thema:  MBA, Ranking, Business School, Weiterbildung, Führungskräfteentwicklung

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