28.11.2014 | MBA

Berufswunsch Milliardär: Welche Business Schools die reichsten Alumni haben

Die Reichen haben in Harvard studiert: Zu den Absolventen der US-Schule zählen 64 Milliardäre.
Bild: @ Harvard University

Ein Business-School-Ranking der besonderen Art zeigt, an welchen Schulen die meisten Milliardäre studiert haben. Gewinner sind – wie bei anderen MBA-Rankings auch – die renommierten US-Schulen. Doch auch in Europa gibt es einige Business Schools, die Milliardäre ausgebildet haben.

Die Gehaltssteigerung nach einem MBA-Abschluss ist ein wichtiges Argument für viele Berufstätige, in ein solches Studium zu investieren, noch einmal die Schulbank zu drücken und ihre Karriere für ein bis zwei Jahre zu unterbrechen. In den meisten renommierten MBA-Rankings – wie etwa das des britischen Economist oder der US-amerikanischen Financial Times – ist die Prozentzahl der Gehaltssteigerung ebenfalls ein wichtiges Kriterium, das darüber mitentscheidet, ob eine Business School es unter die Eliteschulen schafft oder nicht.

Drei europäische Schulen unter den Top 10

Nun zeigt eine gemeinsame Analyse der US-Online-Plattform Wealth-X und der Großbank UBS, welche Business Schools die reichsten Alumni haben. Die meisten Milliardäre haben demnach in den USA studiert: Die renommierte Harvard University hat mit  großem Abstand die meisten, nämlich 64, Milliardäre hervorgebracht. In Stanford haben 23 der Superreichen studiert, an der New Yorker Columbia University immerhin 14. Die University of Pennsylvania bringt es auf zwölf Milliardäre und die Booth Business School der University of Chicago auf zehn, darunter auch David Gilbert Booth, der der Schule später ihren Namen gab – nachdem er 300 Millionen Dollar an das Bildungsinstitut gespendet hatte.

Die höchstplatzierte Nicht-US-Schule ist die Insead mit Sitz in Frankreich und Singapur: Dort haben schon neun Milliardäre die Schulbank gedrückt. Aber auch in der Schweiz ist die Milliardärsdichte ziemlich hoch: Am International Institute for Management Development in Lausanne haben fünf von ihnen studiert, unter anderem die deutsche Unternehmerin Susanne Klatten. Vier Millardäre haben die London Business School besucht.

Die Hälfte hat ihre Milliarde selbst erwirtschaftet

Inwieweit der Business-School-Abschluss allerdings einen aktiven Einfluss auf die Gehaltssteigerung hat, lässt die Studie offen – denn dort wurde nicht analysiert, ob die heutigen Milliardäre vor oder nach ihrem Uni-Abschluss in den Verdienst-Olymp aufgestiegen sind und inwieweit sich ihr Einkommen seither verändert hat.

Immerhin gut die Hälfte der Milliardäre hat ihren Besitz laut Studie nicht geerbt, sondern mithilfe ihrer eigenen Fähigkeiten erwirtschaftet – und dabei ist eine gute Ausbildung sicher kein Hindernis.

Die Studie zeigt aber auch, dass ein MBA oder anderer Studienabschluss längst keine Voraussetzung für ein zehnstelliges Vermögen ist: Denn 35 Prozent der Milliardäre weltweit haben noch nicht einmal einen Bachelor in der Tasche. Einige von ihnen haben sogar die Schule abgebrochen.

Basis des Rankings

In ihrem "Billionaire Census 2014" haben die Studienautoren von Wealth-X und UBS unter anderem den beruflichen Werdegang aller Dollar-Milliardäre weltweit untersucht. Von den insgesamt 2.325 Milliardären haben 65 Prozent einen Hochschulabschluss erlangt. 42 Prozent dieser Hochschulabsolventen verfügen über einen Bachelor als höchsten Abschluss, 26 Prozent über einen Mastertitel und 21 Prozent über einen MBA. Einen Doktortitel dürfen elf Prozent der Milliardäre mit Hochschulabschluss führen.

Schlagworte zum Thema:  MBA, Studium, Business School

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