Die Autoren einer Studie haben den Zusammenhalt von Alumni-Netzwerken an Business Schools untersucht. Kernergebnis: Es gibt Nachholbedarf. Bild: Corbis

Ein Alumni-Netzwerk gilt als einer der wesentlichen Pluspunkte einer Business School. Dabei helfen die Ehemaligen oft nicht nur in beruflichen Fragen. Vor allem in den USA spenden sie zuweilen Millionen an ihre ehemaligen Schulen. Trotzdem gibt es offenbar noch Verbesserungsbedarf.

Nur einer von fünf Alumni (21 Prozent) bescheinigt seiner Schule ein starkes Netzwerk. Das ist das Kernergebnis der fünften Ausgabe der Studie Alumni Matters, die das Beratungsunternehmen Carrington Crisp mit Untersützung der European Foundation for Management Development (EFMD) in Brüssel durchgeführt hat. Befragt wurden mehr als 2.600 Alumni von 21 Schulen aus 86 Ländern, darunter 30 Prozent MBA-Absolventen. Die übrigen Studienteilnehmer hatten ein Bachelor- oder Master-Studium abgeschlossen.

Business Schools sollten auf Social Media setzen

Die Untersuchung zeigt, dass Business Schools einen stärkeren Fokus auf die sozialen Medien legen sollten, da die Nutzer von Plattformen wie Linkedin und Facebook zu den am stärksten engagierten Alumni gehören. 74 Prozent derjenigen, die mehr als einmal in der Woche Linkedin nutzen, bezeichneten sich selbst als engagiert. Von den Nicht-Nutzern waren es dagegen nur 27 Prozent.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Facebook: Hier sind es 71 beziehungsweise 30 Prozent. Auch bei den intensiven Nutzern der Alumni-Websites der Schulen hielten sich für 76 Prozent für engagiert. Bei den Nicht-Nutzern waren es nur 22 Prozent.

Relevante Online-Inhalte als Anreiz für mehr Loyalität

"Die Business Schools sollten sich überlegen, wie sie die sozialen Medien besser nutzen können, um ihre Alumni anzusprechen und von ihrer Unterstützung und Loyalität zu profitieren", sagt der Autor der Studie Andrew Crisp.

Dabei sei es aber nicht damit getan, eine Seite auf Facebook oder Linkedin zu haben, sondern dort Inhalte zu präsentieren, von denen die Alumni profitieren und die sie schätzen.

Verbesserungsbedarf beim Karriereservice

Die Studie zeigt zudem, dass sich der Karriereservice der Schulen zwar verbessert hat, aber noch immer erheblicher Verbesserungsbedarf besteht. So bewerteten nur 61 Prozent der Absolventen der vergangenen drei Jahre die Unterstützung bei der Karriereplanung als gut. Vor 20 Jahren waren es allerdings erst 35 Prozent.

Insgesamt hielt jedoch weniger als die Hälfte der Befragten (48 Prozent) den Karriereservice ihrer Schule für gut. Am kritischsten waren dabei die MBA-Absolventen. Hier waren nur 38 Prozehnt zufrieden.

Schlagworte zum Thema:  Business School, Social Media, Business-Netzwerk

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