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Wer die höchsten Einstellungsboni einsackt

Absolventen von US-Business Schools erhalten mitunter Einstellungsboni im sechsstelligen Bereich, wie eine Analyse zeigt.
Bild: image club graphics, inc.

Einstellungsboni sind Einstellungssache: Während sie hierzulande nur selten ausgezahlt werden, spielen sie in Ländern wie den USA beim Recruiting eine große Rolle. Das MBA-Portal "Poets & Quants" hat eine Analyse veröffentlicht, die zeigt, welche MBA-Absolventen die höchsten Boni einstreichen.

Hierzulande sind Einstellungsboni noch wenig verbreitet. Anderswo – in den USA zum Beispiel – versuchen Arbeitgeber schon deutlich häufiger, Kandidaten dadurch von sich zu überzeugen: Bei der Vertragsunterzeichnung winkt den Bewerbern dann eine einmalige Bonuszahlung – quasi als Dankeschön dafür, dass sie sich für den neuen Arbeitgeber entschieden haben. Da die Zahlung des Bonus' an die Unterzeichnung des Arbeitsvertrags gekoppelt ist, heißen diese "Vorschusslorbeeren" auf Englisch auch "signing bonus", also etwa "Unterzeichnungsbonus".

Dicke Schecks mit rund 30.000 US-Dollar

Doch Geld spielt in den USA nicht nur bei der Vertragsunterzeichnung von jungen Talenten eine große Rolle. Auch auf dem Weg dorthin werden oft Unsummen ausgegeben: Wer an einer US-amerikanischen Uni studieren möchte, ist schnell mal Studiengebühren im sechsstelligen Bereich los. Vermutlich haben Einstellungsboni in den USA auch deswegen so eine große Bedeutung, weil sich die Studenten in Vorbereitung auf ihren neuen Job finanziell verausgaben, mutmaßen die Autoren vom US-MBA-Portal "Poets & Quants".

Unter Berufung auf die Quelle "U.S. News & World Report" berichten sie über ein Ranking von US-Business Schools, deren MBA-Absolventen 2015 beim Antritt eines Jobs die höchsten Einstellungsboni einstreichen konnten. Als Gewinner gingen daraus die Yale-Absolventen hervor: Sie konnten sich im vergangenen Jahr im Schnitt über einen Einstellungsbonus von stattlichen 31.155 US-Dollar freuen. Fast ebenso hoch ist der Betrag, den die Wharton-Absolventen zu Beginn ihres neuen Jobs erhalten (31.045 US-Dollar).

Dicke Schecks erhalten demzufolge auch die Absolventen von Stern (31.045 US-Dollar), Cornell (30.133 US-Dollar) und Chicago Booth (30.009 US-Dollar). Jeweils um die 29.000 US-Dollar winken den Absolventen von Virginia Darden, Harvard und Duke.

Woher kommt der Absolvent mit dem höchsten Bonus?

Allerdings ergab die Analyse auch: Nicht immer sind die Alumni mit den höchsten Einstellungsboni auch die, denen es nach ihrem Abschluss insgesamt finanziell am besten geht. So erhalten die Wharton-Absolventen zwar nicht den höchsten "signing bonus" – doch betrachtet man neben den Boni auch alle anderen Gehaltsbestandteile, die ihnen ausbezahlt werden, verdienen die Wharton-Alumni insgesamt knapp vor ihren Kollegen von Columbia, Stanford und MIT am meisten Geld.

Auf die Frage danach, welche Kader-Schmiede den Absolventen mit der höchsten Bonuszahlung von allen hervorgebracht hat, können die Autoren der Analyse eine eindeutige Antwort geben: Der glückliche Absolvent kommt vom MIT. Seine Vertragsunterzeichnung wurde mit ganzen 625.000 US-Dollar honoriert – und somit deutlich besser als die des jeweils erfolgreichsten Alumnus aus Yale (400.000 US-Dollar) und Wharton (300.000 US-Dollar).

Die komplette Analyse finden Sie auf der Website von "Poets & Quants"


Tipp zum Weiterlesen: Über Sinn und Unsinn der Einstellungsboni hat sich kürzlich der Blogger Marcus Reif Gedanken gemacht. Seinen Beitrag zum Thema "Was ist eigentlich ein Signing Bonus?" lesen Sie unter www.reif.org/blog.

Schlagworte zum Thema:  MBA, Weiterbildung, Personalentwicklung, Studium

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