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Interesse von MBA-Absolventen an der Finanzbranche nimmt ab

Immer weniger MBA-Absolventen haben Interesse an einer Karriere im Bankensektor.
Bild: Haufe Online Redaktion

Das Interesse von MBA-Absolventen an einer Karriere im Investmentbanking ist deutlich gesunken. Dagegen steigt die Popularität von Jobs im Technologiebereich und bei Unternehmen wie Amazon oder Google - und auch im Luxussektor.

Immer weniger MBA-Absolventen sind an einer Karriere in der Finanzbranche interessiert. Das zeigt eine Analyse der Financial Times. Waren 2008 noch 17.4 Prozent der Absolventen der zehn weltweit besten Business Schulen an einer Tätigkeit im Investmentbanking interessiert, waren es 2014 nur noch 10.6 Prozent. Demgegenüber steigt das Interesse der Absolventen an Jobs im Technologiebereich und bei Unternehmen wie Facebook oder Google.
Die Attraktivität des Investmentbankings hat am stärksten abgenommen, aber allgemein wird die Finanzbranche – inklusive Versicherungen, Fondsverwaltung und Beratung – als Arbeitgeber von den MBA-Absolventen weniger geschätzt als früher.

Google und Facebook statt Goldman Sachs

Als Gründe für die Abkehr vom Bankensektor werden die Jobunsicherheit, die langen Arbeitszeiten und der schlechte Ruf der Branche angeführt. An der London Business School und der Havard Business School ist die Popularität des Bankensektors um 52 Prozent gefallen.
Unternehmen wie Google oder Facebook haben Goldman Sachs oder JP Morgan als Traumarbeitgeber abgelöst. Auch der Immobilienmarkt hat sich wegen der guten Jobmöglichkeiten als Alternative hervorgetan.

Luxussektor nimmt an Attraktivität zu

Während das Interesse für Jobs im Investmentbanking sinkt, scheint es im Luxussektor zu steigen. So gibt es eine wachsende Nachfrage nach Managementprogrammen im Luxusbereich. Viele Studenten finden luxuriöse Produkte greifbarer als Dienstleistungen und Marken anziehender als Banken. Das Luxusgeschäft werde professioneller, globaler und breiter, so dass MBAs dem Bereich mehr Aufmerksamkeit schenken, sagt Simon Nyeck vom Marketing Department in Essec, Frankreich.

Spezifische Programme für Luxusmarken

MBA-Abschlüsse im Bereich Luxusgüter können etwa in Essec erworben werden, deren MBA in internationalem Luxusmarken-Management 1995 der erste luxusspezifische MBA war. Auch die HEC Paris, die SDA Bocconi in Mailand und die London Business School bieten derartige Programme.
Viele der Programme haben Partnerschaften mit lokalen Luxusmarken, die Vertreter für Lehrveranstaltungen schicken oder aber Studenten arbeiten in entsprechenden Projekten.

Haufe Online Redaktion

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