Seit Jahren bemühen sich Business Schools, mehr Frauen für das MBA-Studium zu gewinnen. Schließlich gilt das Managementstudium als Garant für höhere Gehälter - dies scheint bei Frauen allerdings nicht unbedingt gegeben zu sein.

Einer Analyse der Financial Times zufolge vergrößert ein MBA-Abschluss sogar die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen. Grundlage sind die Daten aus dem Global MBA Ranking, bei dem die besten MBA-Programme weltweit bewertet wurden.

Männern verdienen schon vor dem MBA-Abschluss mehr

Danach haben Frauen, die an den besten Schulen studierten, vor dem MBA durchschnittlich neun Prozent weniger verdient als ihre männlichen Kollegen. Nach dem MBA-Abschluss waren es 14 Prozent. Dabei gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Ländern. Bei Frauen in China ist der durchschnittliche Unterschied nach dem MBA-Abschluss geringer und sinkt von elf Prozent auf acht Prozent. In den USA steigt er von zehn auf 13 Prozent. Erschreckend fallen die Ergebnisse in Großbritannien aus. Dort verdienen Frauen vor dem MBA neun Prozent weniger, nach dem MBA sind es durchschnittlich 26 Prozent.

Elissa Ellis Sangster, Executive Director der Forté Foundation, einem Konsortium von Business Schools und Unternehmen zur Förderung von Frauen an Business Schools, sieht eine möglichen Erklärung dafür darin, dass mehr Männer schon vor dem MBA-Studium in besser bezahlten Branchen gearbeitet haben und sich das auch beim Job nach dem Studium auszahlt.

 

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