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| Marktstudie

Start-ups wachsen – auch in der E-Learning-Branche

Für den MMB-Branchenmonitor "E-Learning-Wirtschaft" wurden E-Learning-Anbieter befragt – 2015 erstmals auch Start-ups.
Bild: Michael Bamberger

Der E-Learning-Markt wächst weiter, so der aktuelle MMB-Branchenmonitor. Wichtigster Geschäftsbereich der Anbieter ist nach wie vor das Erstellen von Lerninhalten. Neu bei der diesjährigen Marktübersicht: Erstmals wurden auch Start-ups befragt – deren Zahl auch in der E-Learning-Branche zunimmt.

Wie steht es um den Umsatz des deutschen E-Learning-Markts? Welche Geschäftsbereiche sind gewachsen, welche geschrumpft? Und wie hat sich der Arbeitsmarkt im Bereich E-Learning entwickelt? Diese Fragen haben die Autoren des MMB-Branchenmonitors "E-Learning-Wirtschaft", auch 2015 wieder Anbietern aus der E-Learning-Branche gestellt, dieses Jahr nahmen 33 Unternehmen teil.

Die Befragung ermittelt schon seit 2008 den Status Quo in der Branche, durchgeführt hat sie das MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung – wie im Vorjahr auch – zusammen mit der Branchenmesse Learntec durchgeführt hat.

Start-ups: Wissenslandkarten, Game-based-Learning-Apps

Zur Teilnahme aufgerufen waren alle Unternehmen mit Sitz in Deutschland, die Umsätze unmittelbar mit E-Learning-Dienstleistungen erwirtschaften. Erstmals richtete sich die Umfrage auch explizit an die Start-ups der Branche.

Das Ergebnis zeigt, dass es auch auf dem E-Learning-Markt eine wachsende Zahl dieser jungen Unternehmen gibt. Diese kommen mit frischen E-Learning-Ideen daher: Als Produktbeispiele nennen die Autoren des MMB-Monitors skalierbare Wissenslandkarten oder Lern-Apps mit Game-based-Learning-Konzept.

Umsatz wächst im vierten Jahr in Folge

Die Befragten aus den Start-ups und die anderen Studienteilnehmer konnten von einem Umsatzplus von elf Prozent im vergangenen Jahr berichten. Damit wächst der Branchenumsatz im E-Learning im vierten Jahr in Folge zweistellig, haben die Studienautoren analysiert.

Sie wollten von den befragten Anbietern auch wissen, mit welchen Geschäftsfeldern diese bei ihren Kunden besonders punkten können. Das wichtigste Teilgeschäftsfeld der E-Learning-Dienstleister ist demzufolge nach wie vor die "Erstellung beziehungsweise Veredelung von digitalen Lerninhalten"; dieser Geschäftsbereich macht inzwischen 39 Prozent des E-Learning-Umsatzes der befragten Firmen aus.

Noch deutlicher gestiegen als in den Vorjahren ist der Studie zufolge der Anteil, der auf den Verkauf beziehungsweise die Vermietung von (Software-)Tools für E-Learning und Wissensmanagement entfällt (von 18 auf 23 Prozent).

Umsatz im Verkaufsbereich geht zurück

Nicht alle Geschäftsbereiche können jedoch von dem allgemeinen Umsatzplus profitieren, so ein weiteres Ergebnis der Studie. Demnach ist der Bereich "Anbieten beziehungsweise Verkaufen von digitalen Lerninhalten und E-Learning-Kursen" in diesem Jahr erstmal rückläufig – hier ist der Umsatz von 23 auf 19 Prozent gefallen.

Weder gewachsen noch gefallen ist der Umsatz bei den Beratungsdienstleistungen. Dieser macht wie im Vorjahr auch etwa zwölf Prozent des E-Learning-Umsatzes aus. Andere Segmente, wie "Anpassungsdienstleistungen" oder "Verkauf beziehungsweise Vermietung von Hardware", spielen für den Umsatz der E-Learning-Dienstleister nach wie vor nur eine nachgeordnete Rolle, so ein weiteres Ergebnis.

E-Learning-Arbeitsmarkt wächst ebenfalls

Auch auf dem E-Learning-Arbeitsmarkt ist die Entwicklung der Befragung zufolge weiterhin positiv: 2014 arbeiteten dort etwa 13 Prozent mehr festangestellte Mitarbeiter als noch 2013. Mit Abstand die meisten Beschäftigten (21 Prozent) sind in der Softwareentwicklung tätig; weitere gut besetzte Tätigkeitsfelder sind demnach Konzeption und Gestaltung, Produktmanagement sowie Kundenberatung.

Termintipp: Die Branchenmesse Learntec rund ums Lernen mit IT findet 2016 vom 26. bis 28. Januar in der Messe Karlsruhe statt. Mehr dazu lesen Sie in Kürze auf haufe.de/personal oder jetzt schon unter www.learntec.de.

Haufe Online Redaktion

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