Geringe Zulassungsquoten gelten im Allgemeinen als Qualitätsmerkmal eines MBA-Programms. Im Gegensatz zu den USA veröffentlichen europäische Schulen ihre Zulassungsquoten in der Regel nicht. Als das MBA-Portal Poets & Quants die Daten bei 20 Schulen abfragte, verweigerten daher etliche die Herausgabe ihrer Daten.

Vor allem in den USA gelten geringe Zulassungsquoten als Qualitätsmerkmal eines MBA-Programm. Am strengsten ist dabei die Stanford Graduate School of Business, wo nur sechs Prozent der Bewerber einen Studienplatz bekommen. An der Harvard Business School sind es elf Prozent. Im Gegensatz zu den USA veröffentlichen europäische Schulen ihre Zulassungsquoten in der Regel nicht. Als das MBA-Portal Poets & Quants die Daten bei 20 Schulen abfragte, verweigerten daher etliche die Herausgabe ihrer Daten. Aus Sichtweise der auf Zahlen versessenen Amerikaner ist das vor allem ein Zeichen von Intransparenz.

MBA-Interessenten sollen keine falschen Schlüsse ziehen

MBA-Interessenten würden aus den Quoten schnell falsche Schlüsse ziehen, erklärte Virginie Fougea, Direktorin für MBA Recruitment & Admissions, gegenüber Poets & Quants. Sie überlegten dann oft, wie groß ihre Chancen sind oder ob sie sich überhaupt bewerben sollen. Doch sie sollten sich für die Programme bewerben, die am besten zu ihren Bedürfnissen und Karriereplänen passen und nicht versuchen, über ihre Zulassungschancen zu spekulieren.

Mannheim mit geschätzt geringster Zulassungsquote

Dabei hat die teils auf Schätzungen basierende Liste von Poets & Quants von 14 europäischen Schulen ein überraschendes Ergebnis: Denn die geringsten Zulassungsquoten hat die Mannheim Business School mit 16, 6 Prozent vor der HEC Paris mit 17,5 Prozent und dem IMD in Lausanne mit 28,8 Prozent. Dagegen lässt INSEAD - so die Schätzung - 31,5 Prozent der MBA-Bewerber zu. An der ESMT, die als zweite deutsche Schule auf der Liste auftaucht, sind es 47,8 Prozent.

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