20.04.2011 | Studie

Leistungsbonus für Teams senkt Absentismus

Wer kennt sie nicht, die so genannten "Free-Rider", die sich entspannen, während andere Teammitglieder für sie mitschuften? Wie eine Studie an der Universität zu Köln nun zeigt, kann ein Bonus für das gesamt Team hier Abhilfe schaffen - und sogar Fehlzeiten senken.

In Unternehmen mit Team-basierten Leistungsanreizen, sind die Fehlzeiten niedriger als in anderen. Ein um zehn Prozentpunkte höherer Leistungsbonus, sorgt für 1,4 weniger Fehltage pro Arbeitnehmer und Jahr, so das Studienergebnis. In Firmen mit individuellen Bonussystemen konnte dieser Zusammenhang interessanterweise nicht nachgewiesen werden.

Bereitschaft zur Zusammenarbeit steigt mit Teambonus

Auch die weiteren Ergebnisse der Forscher um Professor Dirk Sliwka zeigen spannende Zusammenhänge auf. So belegt die Studie, dass sich die Arbeitnehmer gegenseitig stärker in der Arbeit unterstützen, wenn sie einen Leistungsanreiz für das gesamte Team erhalten. Der Zusammenhang sei substanziell, so die Forscher in ihrem Ergebnisbericht, den das Institut zur Zukunft der Arbeit veröffentlicht hat.

Dagegen besteht dieser Effekt nicht, wenn die Vergütung von der Unternehmensleistung abhängt. Hier sei der "Free-Rider-Effekt", bei dem Einzelne von der Leistung anderer profitieren, wesentlich größer, als wenn die Leistung eines Teams gemessen wird. Ein individueller Leistungsanreiz wirkt sich dagegen nicht auf die Bereitschaft zur Zusammenarbeit aus.

Über die Studie

Ziel der Studie war es, den Zusammenhang zwischen Anreizsystemen und der Zusammenarbeit der Arbeitnehmer zu überprüfen. Als Datenbasis verwendeten die Kölner Forscher die Ergebnisse von 305 Unternehmen aus den Umfragen des Great Place to Work Institute Deutschland und des Bundesarbeitsministeriums. 

Schlagworte zum Thema:  Vergütung

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