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| Lebenslanges Lernen

Lernen lernen von Hillary Clinton

Eines von Hillary Clintons Leadership-Geheimnissen: Sie hat kontinuierlich aus Erfolgen und Misserfolgen gelernt.
Bild: stocklight / Shutterstock.com

Hillary Clinton möchte es noch einmal wissen: Bei den US-Präsidentschaftswahlen 2016 kandidiert die Ex-First Lady erneut für den Einzug ins Weiße Haus. Was ist das Geheimnis ihres Erfolgs? Das ist Thema eines Buchs, über das die Wirtschaft + Weiterbildung aktuell berichtet.

"A woman’s place is in the White House": Diesen selbstbewussten Spruch hat sich Hillary Clinton, Ex-First Lady und US-Außenministerin a.D., auf die Fahnen geschrieben: Sie möchte nächstes Jahr als erste Frau ins Weiße Haus einziehen, nachdem sie 2008 bei der Kandidatenkür der Demokraten dem jetzigen US-Präsidenten Barack Obama unterlegen war.

Statt Präsidentin wurde sie damals Außenministerin. Das sei exemplarisch für Hillary Clintons Umgang mit Niederlagen, schrieb der Spiegel dazu. "Sie hätte gute Gründe gehabt, Obama aus dem Weg zu gehen, denn er hatte sie im Wahlkampf attackiert und beleidigt."

Lebenslanges Lernen als Erfolgsgeheimnis

Wie schafft Clinton es, so professionell mit Niederlagen umzugehen? Dies hat die US-Unternehmensberaterin Rebecca Shambaugh in ihrem Buch "Leadership Secrets of Hillary Clinton" analysiert, über das wir in der aktuellen Ausgabe der "Wirtschaft + Weiterbildung" berichten.

Eine besondere Eigenschaft Clintons ist laut Shambaugh ihre Angewohnheit, kontinuierlich dazuzulernen. Sie nutze jeden Erfolg und Misserfolg, um etwas daraus zu machen. Welchen Prinzipien Clinton dabei folgt, hat Shambaugh in ihrem Buch herausgearbeitet. Diese können auch Nicht-Politiker beim lebenslangen Lernen inspirieren.

Prinzip 1: Selbsterkenntnis nutzen

Für jeden, der vorankommen will, ist es sehr wichtig, selbstbeschränkende Annahmen und Verhaltensweisen zu identifizieren, die einen davon abhalten, seine Ziele zu erreichen. Die selbstgemachten Hindernisse zu erkennen, ist eine wesentliche Voraussetzung, um immer erfolgreicher zu werden. Dabei hilft Selbsterkenntnis. Um zu wachsen, braucht man regelmäßiges Feedback über seine Leistungen und seine Wirkung auf andere. Wie wird meine Arbeit beurteilt? Welche Ergebnisse erreiche ich? Was sind meine Stärken und Schwächen? Was sind meine blinden Flecken? Wie stifte ich welchen Nutzen? Wie werde ich von anderen wahrgenommen?

Prinzip 2: Neuland betreten

Es ist wichtig, immer wieder kalkulierbare Risiken einzugehen. Sowohl für Hillary als auch für alle Berufstätigen sind viele Herausforderungen zuerst einmal etwas Abschreckendes. Aber die Sichtweise verändert sich, wenn man immer mal wieder mit kleinen Schritten Neuland betritt. Coaching kann dabei helfen. Mit jedem Schritt, den man aus der Komfortzone heraus tut, sollte man sich fragen: "Was habe ich daraus gelernt? Was habe ich gut gemacht und was hätte ich anders machen sollen? Was kann ich jetzt tun, um Gefühle von Entmutigung nicht aufkommen zu lassen?"

Prinzip 3: Hausaufgaben erledigen

Gut vorbereitet zu sein, hilft nicht nur, bessere Resultate zu bekommen, sondern sorgt auch für mehr Selbstvertrauen. Hillary Clinton nahm sich immer sehr viel Zeit, sich in neue Themen einzuarbeiten und mit den jeweils Betroffenen persönlich zu reden ("Listening Tours"). Sie lernte so nicht nur, die richtigen Fragen zu stellen, sondern auch möglichst rasch andere Menschen dazu zu bringen, sich ihr zu öffnen. Wenn sich Clinton in ein neues Gebiet einarbeitete, fragte sie sich immer: "Wie sehen die großen Zusammenhänge aus? Was sind Fakten und was nur Annahmen? Wer sind die Schlüsselfiguren und was wollen sie? Wer trifft die Entscheidungen? Wer ist betroffen und welche Reaktionen sind zu erwarten? Welche Ergebnisse strebe ich selbst an? Wie sieht ein möglicher Prozess aus, um diese Ergebnisse zu erzielen? Was sind potenzielle Konsequenzen? Was kann schiefgehen? Wie lautet meine Exit-Strategie?" Ihre Hausaufgaben zu machen, ist auch heute noch ein wichtiger Teil von Clintons Lernanstrengungen.

Prinzip 4: von anderen Lernen

Clinton lernte auch viel, indem sie andere Menschen bei der Arbeit beobachtete, sich dafür interessierte, welche Informationen sie aus welchen Quellen bezogen und welche Netzwerke sie nutzten. Seit frühester Jugend hatte die Präsidentschaftskandidatin auch persönliche Mentoren aus Kirche und Partei, die sie um Rat fragen konnte.

Den kompletten Beitrag "Hillary Clintons wichtigste 'Secrets'" mit weiteren Leadership-Prinzipien der US-Politikerin lesen Sie in Ausgabe 06/2015 der "Wirtschaft + Weiterbildung".

Haufe Online Redaktion

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