| Kommunikation

Schluss mit dem Kauderwelsch in der Personalarbeit

Schweigen ist Gold - zumindest, wenn beim Reden viel Kauderwelsch entsteht.
Bild: Haufe Online Redaktion

Wer in Rätseln redet, findet in keiner Abteilung eines Unternehmens Gehör. Auch die Personalarbeit ist inzwischen gespickt von vielen Worthülsen. Mit sieben Grundregeln der Kommunikation können Sie dagegen angehen.

"Klartext statt Kauderwelsch" überschreibt das Personalmagazin in Ausgabe 08/2012 einen Artikel zum Thema "HR-Kommunikation". Der Anlass: Personaler beklagen sich häufig darüber, dass sie im Unternehmen nicht genügend Gehör bekommen. Das könne aber auch an der Personalersprache liegen, zitiert das Personalmagazin Professor Jutta Rump.

Einige Beispiele für den Kauderwelsch werden im Artikel aufgeführt:

"Wir haben große Keynote-Speeches, von hier gehen enorme Impulse aus. Der Kongress dient dem eigenen Brainstorming der Personal-Manager-Community." (Stefan Lauer, Arbeitsdirektor der Lufthansa und DGFP-Vorstand)

"Diversity ist in vielen Unternehmen relativ oben auf der Agenda. Und damit meinen wir nicht nur Gender Diversity, sondern auch Demografie und National Diversity." (Rainer Strack, Senior-Partner der Boston Consulting Group)

Solche Worthülsen müssen nicht sein. Wenn Personaler sieben Grundregeln der Kommunikation beachten, sollte das nicht mehr passieren.

Sieben Grundregeln der Kommunikation
1. RegelSprechen Sie Ihr Gegenüber persönlich, freundlich und offen an.
2. RegelMeiden Sie das Passiv, wann immer Sie können.
3. RegelVerwenden Sie möglichst einfache und bekannte Begriffe. Ersetzen Sie ein Fremd- oder Fachwort durch ein übliches deutsches Wort.
4. RegelVerwenden Sie so wenige Substantive und "schwache" Verben wie möglich. Starke Verben sind aktiv, konkret und aussagekräftig.
5. RegelKonzentrieren Sie sich auf das Wesentliche. Verzichten Sie auf unwichtige Details.
6. RegelKnacken Sie Bandwurmsätze. Teilen Sie Sätze, die länger als 20 Wörter sind.
7. RegelVerzichten Sie auf Beamten- und Kanzleideutsch. Sagen Sie "informieren" statt "in Kenntnis setzen", verzichten Sie auf bürokratische Abkürzungen wie "a.a.O.".

(Quelle: Universität Hohenheim in Personalmagazin 08/2012)

Hinweis: Den Artikel "Klartext statt Kauderwelsch" von Winfried Gertz finden Sie in Ausgabe 08/2012 des Personalmagazins.

Schlagworte zum Thema:  Personalarbeit, Kommunikation

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