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E-Mail-Flut belastet weniger als gedacht

Arbeitnehmer erhalten im Schnitt sieben Mails mehr pro Tag als vor drei Jahren.
Bild: Digital Vision

Das Mail-Aufkommen im Berufsalltag steigt. Doch entgegen der landläufigen Meinungen scheinen die meisten Arbeitnehmer dies nicht als Belastung zu empfinden. Das belegt eine Umfrage des Hightech-Verbands Bitkom. Einige Beschäftigte wünsche sich sogar weitere interne Kommunikationsmedien.

Pro Tag gehen bei jeder beruflichen E-Mail-Adresse in Deutschland im Durchschnitt 18 E-Mails ein. Jeder zehnte Berufstätige, der dienstlich E-Mails nutzt, erhält täglich sogar 40 oder mehr Nachrichten, so das Ergebnis der repräsentativen Bitkom-Befragung für die 1.006 Personen ab 14 Jahren befragt, darunter 620 Berufstätige, befragt wurden. Berücksichtigt wurden nur Mails, die den Adressaten tatsächlich erreichen und nicht zum Beispiel durch Spamfilter und andere Systemkomponenten automatisch blockiert oder entfernt wurden.

Vor drei Jahren wurden durchschnittlich pro Tag nur elf dienstliche E-Mails empfangen, gerade einmal sechs Prozent der Berufstätigen erhielten mehr als 40 E-Mails pro Tag.

Gab damals ein Drittel der Berufstätigen (33 Prozent) an, über keine dienstliche E-Mail-Adresse zu verfügen, so sind es heute nur noch 17 Prozent. „Die E-Mail ist aus dem Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken. Das Mailaufkommen hat sich in den vergangenen Jahren erhöht, obwohl sich viele Unternehmen Gedanken über die zunehmende Belastung der Beschäftigten machen und versuchen, die Anzahl der E-Mails zu reduzieren“, sagte Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf.

Firmeninterne soziale Netzwerke stehen auf der Wunschliste

Zwei Drittel der Berufstätigen (66 Prozent) geben an, dass E-Mails für sie keine Belastung sind. Rund jeder Vierte (28 Prozent) wünscht sich Zusatzangebote wie firmeninterne soziale Netzwerke, um die Anzahl der beruflichen E-Mails zu reduzieren. Sechs Prozent würden E-Mails sogar gerne vollständig durch solche Kommunikationsplattformen ersetzen. Dazu empfiehlt Kempf: „Manche E-Mail ließe sich im Arbeitsalltag leicht durch eine Chatnachricht oder einen Eintrag in internen sozialen Netzwerken ersetzen. Unabhängig von den technischen Voraussetzungen in den Unternehmen sollte sich jeder fragen, ob für den jeweiligen Kommunikationsanlass E-Mail das richtige Medium ist und wie lange die Adressatenliste wirklich sein muss.“

Hinweis: Wie Unternehmen mit der ständigen Erreichbarkeit durch mobile Endgeräte umgehen und wer dabei auch den Mail-Verkehr einschränkt, lesen Sie im Titelthema des Personalmagazins, Ausgabe 06/2014.

Schlagworte zum Thema:  Kommunikation, Betriebliches Gesundheitsmanagement

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