22.03.2013 | Vergütung

Koalition will Managergehälter durch Aktionäre regulieren

Die Regierung will den überhöhten Managergehältern einen Riegel vorschieben.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

In der Debatte um überhöhte Managergehälter will nun die Regierungskoalition die Rechte der Aktionäre stärken. Sie sollen künftig auf der jährlichen Hauptversammlung verbindlich über die Gehälter des Vorstands entscheiden.

Dies geht aus einer Vorlage für die Spitzenrunde im Kanzleramt hervor, die der "Rheinischen Post" und der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Die Pläne sollen in die bereits laufende Neufassung des Aktienrechts eingefügt werden.

Geplant ist im Einzelnen, dass die Aktionäre über die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder abstimmen. Dazu sollen Gehalt, Gewinnbeteiligung, Aufwandsentschädigung, Versicherungsentgelte, Provision, anreizorientierte Vergütungszusagen und alle Nebenleistungen gehören. Auch soll die Hauptversammlung "betragsmäßige Höchstgrenzen" festlegen, wie viel Vorstände verdienen. Diese Höchstgrenzen könnten aber für jedes Vorstandsmitglied individuell ausfallen oder aber für alle Vorstände gleich hoch sein. In Einzelfällen sollen Ausnahmen, etwa bei unerwarteter Geschäftsentwicklung, möglich sein. Zudem hätten die Gesamtbezüge "in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des Vorstands sowie zur Lage der Gesellschaft zu stehen und die übliche Vergütung nicht ohne besondere Gründe zu übersteigen".

Die Koalition hatte sich nach der erfolgreichen Volksabstimmung in der Schweiz gegen Gehaltsexzesse in Konzernen zum Handeln entschlossen.

Schlagworte zum Thema:  Vergütung, Gehalt, Management

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