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Kaum Kontakt zu High Potentials bei Entsendungen

Rund 90 Prozent der HR-Abteilungen deutscher Firmen verlieren ihre hochqualifizierten Mitarbeiter bei Auslandseinsätzen aus den Augen, so dass diese bei der Besetzung von Schlüsselpositionen unberücksichtigt bleiben. Der Grund: Die Niederlassungen außerhalb der Landesgrenzen sind nicht mit dem Stammdatensystem der Unternehmenszentrale vernetzt. Das zeigt eine Marktbeobachtung von Steria Mummert Consulting.

Aus den Augen, aus dem Sinn, so lässt sich der Weggang von talentierten Nachwuchskräften in eine ausländische Niederlassung zusammenfassen. Denn die Mitarbeiter erhalten bei neun von zehn Unternehmen mit dem Umzug ins Ausland eine neue Personalnummer und sind damit in den Systemen der Konzernzentrale nicht mehr vorhanden. „Die Personalabteilung verliert ihre oft talentiertesten Mitarbeiter komplett aus dem Blickfeld“, sagt Oliver Back, Senior Executive Manager und Human-Capital-Management-Experte bei Steria Mummert Consulting. „Die Unternehmen geben viel Geld aus für die externe Suche nach einem Mitarbeiter, dabei warten hervorragende eigene Leute im Ausland vergeblich auf interessante Angebote aus der Zentrale. Die Folge: Häufig kündigen diese Mitarbeiter, um ihre Karriere bei einem anderen Unternehmen fortzusetzen.“

 

Integriertes HCM-System hilft, Kontakt zu halten

Ein Lösungsweg, so die Studienautoren, sei eine Umstellung der Stammdatensysteme, so dass die Mitarbeiter sowohl im In- als auch im Ausland durch etsprechende IT-Systeme erfasst werden. Dies ist jedoch mit großem Aufwand verbunden und erfordert gleichzeitig eine Neuaufstellung der internen Organisations- und Berichtsstruktur. Sie soll zeigen, welche Mitarbeiter wo zugehörig und welche Strukturen und Abteilungen im Unternehmen vorhanden sind.

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