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Karriereseiten auf Facebook gewinnen an Professionalität

Vieles läuft schon bemerkenswert gut auf den Facebook-Karriereseiten. Doch es gibt noch Verbesserungspotenzial.
Bild: Fotolia LLC.

Personaler müssen oft lange gegen interne Widerstände kämpfen, bis sie eine Karriereseite in Social Media veröffentlichen dürfen. Wer dies schafft, investiert inzwischen mehr Ressourcen und Know-how, so eine Studie zu den HR-Aktivitäten auf Facebook. Trotzdem hapert es noch in manchen Maßnahmen.

Deutschland darf sich als Vorreiter in der DACH-Region brüsten: In der Gesamtbetrachtung zeigt die Studie, dass sich Facebook Karrierepages in Deutschland als fester Bestandteil im Employer Branding und Personalmarketing Mix etablieren, so das Urteil der Studienautoren. Dagegen stehe der Trend in Österreich und der Schweiz noch am Anfang.

Die Hamburger Digitalagentur Atenta hat für die Studie im Mai insgesamt 281 Karrierepages auf Facebook unter die Lupe genommen, davon 224 allgemeine Karrierepages und 57 Azubi-Karrierepages. Das Ergebnis zeigt, dass die Unternehmen inzwischen professioneller an ihren Facebook-Auftritten arbeiten: Knapp 45 Prozent binden ihre Stellenanzeigen mithilfe einer Jobbörsen-App in die Karrierepage ein. Eine Image-App kommt bei knapp 43 Prozent zum Einsatz, wenn sie das eigene Unternehmen und seine Karriereperspektiven vorstellen. Auch Videos werden eingebunden: Etwa die Hälfte der untersuchten Unternehmen nutzen sie, um sich darzustellen oder die Karriereperspektiven aufzuzeigen.

Zahl der Postings sehr unterschiedlich

Bei der Anzahl der Posts unterscheiden sich die untersuchten Seiten gewaltig: Durchschnittlich sind es zwölf Beiträge pro Monat. Doch die Spanne reicht von null bis 86 Beiträgen im Monat. Etwa jeder zwanzigste Post ist ein Video, 43 Prozent enthalten Bilder – meist jedoch automatisch importierte Vorschaubilder. Die Studienautoren empfehlen als Orientierungsgröße zu Beginn zwei bis vier Beiträge pro Woche.

Ein weiterer Schwachpunkt vieler Karrierepages: Nur jedes siebte Unternehmen stellt das Facebook-Team mit seinen Ansprechpartnern für Karrierefragen vor. Die Seiten bleiben damit zu anonym.

Reaktion auf Fans unzureichend

Dringender Handlungsbedarf besteht laut den Studienautoren in der Reaktion auf Postings: Nur gut die Hälfte der untersuchten Unternehmen reagiert auf die Aktivitäten der Fans auf ihrer Karrierepage. Das zeige, dass ein Großteil der Unternehmen noch nicht bereit für einen echten Dialog mit ihrer Zielgruppe sei, so das Urteil von Atenta.

Viel richtig machen die Unternehmen dagegen schon, wenn sie ihre Fans duzen – passend zur allgemeinen Facebook-Kommunikation. Dies ist bereits bei 78 Prozent der Karrierepages der Fall. Allerdings siezen auch 13 Prozent noch hartnäckig und zehn Prozent kommunizieren ohne direkte Anrede.

Hier können Sie die komplette Studie inklusive der Umsetzungstipps der Studienautoren herunterladen (externerLink).

Haufe Online Redaktion

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