| Karriereplanung

Weiterbildung liegt bei Frauen als Karrieretreiber vorn

Frauen suchen nach Weiterbildung um ihre Karrierechancen zu erhöhen.
Bild: Benjamin Thorn ⁄

Eine Studie fragt danach, wie deutsche Arbeitnehmer ihre Karriere vorantreiben. Das Ergebnis: Sie nehmen ihre Karriere selbst in die Hand, und Weiterbildung ist dabei das beliebteste Mittel – vor allem bei Frauen. Professionelle Karriereberatung spielt eine untergeordnete Rolle.

Das hat die repräsentative Umfrage "Talents & Trends" des Marktforschungsinstitut Innofact AG im Auftrag der Talent- und Karriereberatung von Rundstedt unter rund 1.000 Männern und Frauen ergeben. Insgesamt zwei Drittel geben dabei an, am liebsten in Weiterbildungsmaßnahmen zu investieren, um ihre Karriee voranzutreiben. Vor allem Frauen scheinen Weiterbildung als Karrierebooster erkannt zu haben: 71 Prozent der weiblichen Befragten sprechen sich dafür aus, während es bei den Männern nur 61 Prozent sind. Den Grund für die zunehmende Bedeutung von Weiterbildung in der Karriereplanung sehen die Studienautoren in der sich wandelnden Arbeitswelt: "Karrierewege individualisieren sich zunehmend", kommentiert Sophia von Rundstedt, geschäftsführende Gesellschafterin, diese Entwicklung. "Auch Brüche im Lebenslauf sind immer häufiger an der Tagesordnung. Die Investition in Weiterbildung liegt daher nahe, um den eigenen Karriereweg gemäß der persönlichen Stärken gestalten zu können."

Ältere sind gelassener

Weiterhin geben die Befragten an, zur Karriereentwicklung Allianzen mit Kollegen und Vorgesetzten einzugehen (42 Prozent) sowie einen guten Kontakt zu ihrem Chef zu pflegen und ihn gezielt auf die eigenen Karrierepläne aufmerksam zu machen (38 Prozent). Dabei scheut insgesamt ein gutes Drittel auch nicht vor Überstunden zurück. Der Generationenvergleich zeigt: Gerade die jüngeren Mitarbeitern (46 Prozent) versprechen sich davon einen Karriereschub, während es die älteren gelassener angehen. In der Gruppe der über 50-Jährigen sind nur 27 Prozent bereit mehr zu arbeiten, um ihre Karrierechancen zu erhöhen. Ein knappes Drittel findet es zudem wichtig, sich kontinuierlich auf offene Stellen zu bewerben; 29 Prozent halten Netzwerken für den Schlüssel zum Erfolg.

Deutlich weniger Arbeitnehmer setzen auf die Selbstdarstellung im Internet (20 Prozent) wie etwa in Karriere-Netzwerken oder einem persönlichen Blog. Auch eine professionelle Karriereberatung nutzen die wenigsten: Nur zwölf Prozent finden es wichtig, ihre nächsten Karriereschritte gemeinsam mit einem Karriereberater zu planen.

Schlagworte zum Thema:  Karriereplanung, Weiterbildung, Frauen

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