| Versorgungseinrichtungen

Kann externe Finanzierung die bAV retten?

Interne Rückstellungen für die bAV belasten Unternehmen. Tipps, wie die Zusagen ausgelagert werden können, gibt es beim Breakfast Meeting von KPMG.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Immer mehr Unternehmen überlegen, ihre Betriebsrenten wegen der steigenden Pensionslasten an externe Versorgungseinrichtungen auszulagern. Was dabei zu beachten ist, ist Thema der nächsten Breakfast Meetings von KPMG. Näheres zur Veranstaltung und einige der Tipps vorab finden Sie hier.

Steigende Pensionsrückstellungen belasten die Bilanzen der Unternehmen, die unmittelbare Pensionszusagen erteilt haben – dies bleibt auch nach der Neuregelung des Zinssatzes für die Berechnung der Pensionsrückstellungen der Fall. Während einige Unternehmen sich von der bAV verabschieden, setzen andere auf moderne und bilanzschonendere Gestaltungs- und Finanzierungsalternativen, um als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben. Hierbei kommt es darauf an, keinen der wesentlichen Aspekte aus dem Auge zu verlieren: Bilanzielle, steuerliche und arbeitsrechtliche Gesichtspunkte sind zu beachten, und die Auswahl des Anbieters bedarf einer strukturierten und sorgfältigen Analyse.

Auswahltipps: Kriterien für externe Versorgungsträger

Mit der bAV gehen Unternehmen eine langfristige Verpflichtung gegenüber ihren Mitarbeitern ein. Dementsprechend wird auch die Geschäftsbeziehung mit einem externen bAV-Anbieter von voraussichtlich mittel- bis langfristiger Dauer sein wird. Als externe Versorgungsträger  stehen Kapitalanlagegesellschaften, Finanzdienstleister, Versicherungsgesellschaften, eigenständige Pensionskassen, Pensionsfonds und Unterstützungskassen zur Verfügung, die mitunter auch zusätzliche Administrationsdienstleistungen übernehmen.

Bei der Entscheidung für einen Anbieter sollten daher folgende wesentliche Kriterien berücksichtigt werden:

  • Nach der Ausschreibung sollten dem Unternehmen Informationen über alle anfallenden Kosten vorliegen, das heißt über die Höhe der Einrichtungskosten und der laufenden Verwaltungskosten. Zusätzlich sollte in Erfahrung gebracht werden, bei welchen außerordentlichen Geschäftsvorfällen zusätzliche Kosten anfallen und in welcher Höhe diese erhoben werden.
  •  Insbesondere bei innovativen Lebensversicherungs- oder Kapitalanlageprodukten sollten dem Unternehmen alle Risiken und etwaige Nachschussverpflichtungen bekannt sein. Im Zuge dessen erscheint es geboten, die Produktfunktionsweise und Informationen darüber, welcher Teil der gezahlten Beiträge für die Finanzierung der späteren Versorgungsleistungen angespart und welche Beitragsteile für die Begleichung der Kosten herangezogen werden, zu erfragen.
  •  Beim Abschluss von Lebensversicherungsverträgen wird regelmäßig eine Gesundheitsprüfung erforderlich. Hier weichen die Regelungen in Abhängigkeit von Versicherer-individuellen Leistungsgrenzen mitunter stark ab: Während einige Versicherer gänzlich auf eine Prüfung verzichten, verlangen andere die Bestätigung der Dienstfähigkeit der Mitarbeiter mittels einer sogenannten Dienstobliegenheitserklärung. Wieder andere bestehen auf einer individuellen Prüfung der Gesundheitsverhältnisse. Je komplexer die Prüfung ist, desto höher ist der Administrationsaufwand für das Unternehmen. Es lohnt sich daher, nachzufragen und nach zu verhandeln.
  • Der bAV-Anbieter sollte eine langjährige Erfahrung im Bereich der bAV vorweisen können. Bereits erprobte und gelebte Prozesse reduzieren die Fehleranfälligkeit. Die Praxis hat gezeigt, dass Anbieter, die zwar langjährige Erfahrung im Privatkundenbereich haben, nicht automatisch für die Betreuung von Firmenkunden mit bAV-Fragestellungen prädestiniert sind. Dies liegt nicht zuletzt an den umfassenden arbeits-, steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Regelungen der bAV.

Breakfast Meeting zur bAV

Mehr Information zur Anbieterauswahl sowie Antworten auf Fragen nach den bilanziellen und steuerlichen Konsequenzen und eventuellen Haftungsrisiken bei einer Auslagerung der bAV bekommen Sie bei den Breakfast Meetings der KPMG AG.

Die Veranstaltungen finden unter dem Titel „Vorgesorgt: betriebliche Altersversorgung trotz Niedrigzins“ im Juni und Juli in verschiedenen deutschen Städten statt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Mittwoch, 15. Juni 2016:  Düsseldorf
Freitag, 24. Juni 2016: München
Dienstag, 5. Juli 2016: Berlin
Donnerstag, 7. Juli 2016: Hamburg
Mittwoch, 13. Juli 2016: Stuttgart
Donnerstag, 14. Juli 2016: Frankfurt am Main

Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie Details zur Anmeldung finden Sie hier.

Schlagworte zum Thema:  Betriebliche Altersversorgung, Betriebliche Altersvorsorge (bAV)

Aktuell

Meistgelesen