Jobmarkt für MBA-Absolventen

Ganze 78 Prozent der Unternehmen - und damit etwas mehr als im Vorjahr - wollen 2019 MBA-Absolventen einstellen. Anders sieht es jedoch bei internationalen Absolventen aus. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Graduate Management Admission Council (GMAC).

Die Unsicherheit in der Einwanderungs- und Visa-Politik hält US-Unternehmen zunehmend davon ab, internationale MBA-Absolventen einzustellen. Lediglich 33 Prozent der befragten Unternehmen in den USA haben 2018 internationale MBA-Absolventen eingestellt, die Rechtsdokumente (ein Visum und eine Arbeitserlaubnis) benötigen. 2017 waren es noch 42 Prozent. Von den Firmen, die 2018 internationale Absolventen eingestellt haben, planen lediglich 55 Prozent, dies auch 2019 zu tun. Bei den 67 Prozent der Unternehmen, die 2018 keinen internationalen Absolventen eingestellt haben, will lediglich ein Prozent dies 2019 tun.

Große Unterschiede bei den Unternehmensgrößen und Branchen

Unter alle befragten Unternehmen wollen 53 Prozent keine Kandidaten einstellen, die eine Arbeitserlaubnis benötigen. 19 Prozent planen entsprechende Einstellungen und 27 Prozent sind grundsätzlich dazu bereit, haben aber keine konkreten Pläne. Je kleiner das Unternehmen desto größer sind offenbar die Bedenken. Bei Firmen mit weniger als hundert Mitarbeitern wollen 64 Prozent keine internationalen Kandidaten einstellen. Bei Konzernen mit mehr als 10.000 Mitarbeitern sind es 47 Prozent.

Unterschiede gibt es auch bei den Branchen. Am wenigsten wollen Unternehmen im Bereich Product & Services und Manufactoring (64 bzw 63 Prozent) internationale Absolventen einstellen. An vierter Stelle kommt - nach Nonprofit/Government - bereits die Consulting-Branche mit 48 Prozent und damit eine der bei MBA-Absolventen beliebtesten und in der Regel zugleich internationalsten Branchen. Am offensten sind Technologie-Unternehmen. Hier wollen nur 41 Prozent keine internationalen Kandidaten beschäftigen.  

US-Firmen überproportional vertreten

Die Aussagen gelten vor allem für US-Firmen. Zwar nahmen an der Umfrage 350 Arbeitgeber aus 26 Ländern teil. 289 oder 83 Prozent davon kommen jedoch aus den USA. 30 sind in entwickelten Volkswirtschaften (ohne USA) und 31 in Schwellenländern beheimatet. Europäische Unternehmen sind mit gerade fünf Prozent vertreten.

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