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| Jahressteuergesetz 2013

Entwarnung für Weiterbildungsanbieter

Weiterbildungsanbieter und Kunden sparen bares Geld.
Bild: Haufe Online Redaktion

Großen Aufruhr hatte der Entwurf zum Jahressteuergesetz 2013 in der Weiterbildungsbranche verursacht. Die darin geplante Umsatzsteuerbefreiung von Weiterbildungsleistungen hätte hohe Kosten zur Folge gehabt - für Anbieter und Kunden. Nun ist das Vorhaben vom Tisch.

Wie der Pressedienst des Deutschen Bundestags mitteilt, hatte es in der öffentlichen Anhörung zum Gesetzentwurf "heftigen Widerspruch von den Sachverständigen gegeben". Mit Änderungsantrag der Koalition wurde die geplante Umsatzsteuerbefreiung von Bildungsleistungen dann zurückgenommen. Der Grund: In der praktischen Umsetzung "drohe erheblicher Aufwand".

Es war der neu formulierte § 4 Nr.21 Umsatzsteuergesetz (UStG), der die Gemüter erregt hatte. Ursprünglich sollte dieser alle Weiterbildungsleistungen von der Umsatzsteuer befreien, um so eine EU-Richtlinie umzusetzen. Damit wäre der Vorsteuerabzug für die Eingangsleistungen der Seminaranbieter wie Trainerhonorare oder Schulungsunterlagen entfallen. Die Umsatzsteuer hätte sich von einem durchlaufenden Posten zu einem handfesten Kostenfaktor entwickelt. Die so entstandenen Mehrkosten hätten auch die Seminarteilnehmer tragen müssen, wie verschiedene Anbieter der Zeitschrift "wirtschaft + weiterbildung" bestätigten. Weiterbildung und Personalentwicklung wären teurer geworden.

Dagegen wehrten sich Anbieter und Verbände der Weiterbildungsbranche. Zuletzt hatte der Q-Pool 100 e.V., die offizielle Qualitätsvereinigung internationaler Wirtschaftstrainer und -berater, eine Petition gegen das Gesetz im Bundestag eingereicht.

Hinweis: Weitere Hintergründe zur Debatte lesen Sie in Ausgabe 10/2012 der "wirtschaft + weiterbildung".

Haufe Online Redaktion

Jahressteuergesetz 2013, Weiterbildung, Personalentwicklung

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