01.12.2011 | HR-Management

Interne Kommunikation selten in Personalerhand

Viele Aufgaben der Personalabteilung lassen sich nur über eine gute Kommunikation mit den Mitarbeitern lösen. Die institutionalisierte Kommunikation ist aber meist Teil der Unternehmenskommunikation oder bei kleineren Unternehmen im Marketing angesiedelt - obwohl HR-Themen auch dann eine wichtige Rolle spielen.

Gut 38 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) haben ihre interne Kommunikation institutionell in der Marketingabteilung eingebunden. Die interne Kommunikation (IK) bei Großunternehmen ist zur Hälfte institutionell in der Unternehmenskommunikation verankert. Gerade einmal bei 4,2 Prozent der KMU und 2,7 Prozent der Großunternehmen ist die interne Kommunikation in der Personalabteilung angesiedelt. Dies belegt der "IK-Check", eine Studie des Verein für Professionelle Interne Kommunikation Prikom e.V. gemeinsam mit der Business School Potsdam und der Universität Rostock unter 136 IK-Experten.

Befragt nach der Kontakthäufigkeit pro Monat zu anderen Abteilungen im Rahmen der IK-Aufgaben geben die Experten an, nur knapp fünfmal pro Monat in Großunternehmen und sechsmal in KMU Kontakt mit der Personalabteilung zu haben. Häufiger ist der Kontakt zur Unternehmenskommunikation, zum Marketing und zur Geschäftsführung. Zum Betriebsrat ist der Kontakt noch geringer.

 

Infos über HR sind wohl wichtiger als HR als Infoquelle

Bei der Bedeutung als Informationsquelle landet die Personalabteilung auf Platz 5. Auch hier liegen die Geschäftsführung und die Unternehmenskommunikation vorne. Die Informationen von Kollegen werden auch als etwas wichtiger eingeschätzt sowie weitere Quellen. Die Informationen aus dem Marketing hingegen sind weniger wichtig als die von HR.

Danach befragt, welches die wichtigsten Ziele der IK sind, geben die meisten die Infos über wesentliche Neuerung im Unternehmen und der Geschäftsführung an. Schon auf Platz zwei steht ein HR-Thema: Die Förderung des Engagements und der Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen. Die Begleitung der Krisenkommunikation und Informationen zum Wissensmanagement liegen auf Platz 5 und 6.

 

Grundsätzlich eher unsystematische Vorgehensweise

Der "IK-Check 2011" erforschte zudem, wie professionell und strategisch die Interne Kommunikation heute gemanagt wird. Grundsätzlich erachten die IK-Profis einen systematischen Managementprozess – bestehend aus Analyse, Planung, Durchführung und Evaluation – als wichtig, setzen ihn aber in der Praxis nicht vollständig um.

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