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Internationale Rekrutierung entdeckt Indien und China

In den vergangenen drei Jahren hat sich die internationale Rekrutierung spürbar verändert. So folgen Unternehmen mittlerweile der zunehmenden Globalisierung ihrer Märkte - und entdecken Indien und China als Zielländer, wenn sie Mitarbeiter suchen. Dagegen verlieren die osteuropäischen Länder an Bedeutung, zeigt der HR-Report 2011.

In Indien suchen inzwischen 21 Prozent der 439 befragten Führungskräfte aus Deutschland und China steht für 13 Prozent im Fokus. Osteuropäische Länder sind signifikant weniger weichtig für die Führungskräfte. Vor drei Jahren suchten dort noch 41 Prozent neue Mitarbeiter, nun sind es nur noch 21 Prozent. Gleiches gilt für Großbritannien (29 zu drei Prozent), Frankreich (18 zu drei Prozent) und Nordamerika (25 zu zehn Prozent). Dies hat das Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) im Auftrag des Personaldienstleisters Hays im HR-Report herausgefunden.

International rekrutiert werden derzeit vor allem Experten (67 Prozent), Führungskräfte (61 Prozent) und Hochschulabsolventen (49 Prozent). Weltweit suchen 13 Prozent der befragten Unternehmen.

"Die Veränderungen im Zeitvergleich zeigen, dass Unternehmen mit der zunehmenden Globalisierung ihrer Märkte auch neue Mitarbeiter aus einer größeren Anzahl von Ländern rekrutieren", resümiert Professor Jutta Rump, Leiterin des IBE.

 

Interkulturelle Kompetenz ist gefragt

Unternehmen rekrutieren vor allem international, weil sie für ihr Geschäft interkulturelle Kompetenzen benötigen (75 Prozent). Im Vergleich zum Jahr 2008 ist Diversity Management nun ein wichtiger Grund, weltweit zu rekrutieren: Dies sehen 35 Prozent der Befragten als Grund an (2008: 16 Prozent). Auch die demografische Entwicklung spielt eine immer größere Rolle, wenn Unternehmen im Ausland Mitarbeiter suchen (32 Prozent im Jahr 2011, 7 Prozent im Jahr 2008).

Weiterhin notwendig sind für zwei Drittel der befragten Unternehmen umfassende Integrationsmaßnahmen für internationale Mitarbeiter. Hingegen werden die Herausforderungen, die sich durch die kulturellen Unterschiede ergeben, nicht mehr so intensiv wahrgenommen wie 2008: "Dies zeigt, dass Unternehmen mit der internationalen Rekrutierung mittlerweile souveräner und professioneller umgehen. Allerdings achten sie dabei deutlich mehr auf die Kosten", kommentiert Klaus Breitschopf, Vorstandsvorsitzender der Hays AG, das Ergebnis.

Den HR-Report können Sie hier herunterladen: www.hays.de/studien

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