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| Infografik

Fachkräfte sind im Süden stärker nachgefragt als im Norden

Der Stepstone-Fachkräfteatlas zeigt, wo die Nachfrage nach Fachkräften am größten ist.
Bild: Stepstone

Die Zahl der offenen Stellen für Fachkräfte hat im Januar den höchsten Stand der vergangenen vier Jahre erreicht. Laut Fachkräfteatlas der Online-Jobbörse Stepstone verzeichnet die Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeitern damit ein Allzeithoch seit Beginn der Messung im Jahr 2012.

Wie die Infografik zeigt, gibt es bei der Fachkräftenachfrage deutliche regionale Unterschiede. So wurde jetze zweite Stellenanzeige im Süden Deutschlands geschaltet. Dies deckt sich mit der Nachfrage der Bewerber. Im Süden suchen auch mehr Menschen einen Job, wie Jobbörse meinestadt.de ermittelt hat.

Auch Personalfachleute stark nachgefragt

Besonders stark gestiegen ist der Personalbedarf bei Ärzten, Marketingexperten sowie Personal- und Finanzfachleuten. Die Zahl der offenen Stellen hat sich hier im Vergleich zum ebenfalls starken Vorjahreszeitpunkt nochmals um rund 10 Prozent erhöht. Auch die Nachfrage nach Pflegepersonal hat im letzten Jahr mehrfach Spitzenwerte erreicht. „Vor diesem Hintergrund entstehen aktuelle Tarifdebatten wie die Forderungen der Gewerkschaft Verdi, Gehälter im öffentlichen Dienst unter anderem für Pflegekräfte und Krankenhauspersonal deutlich zu steigern“, erklärt Dr. Anastasia Hermann, Arbeitsmarkt-Expertin bei Stepstone. „Wo die Nachfrage hoch und das Angebot an qualifiziertem Personal knapp ist, greifen auch bei Gehältern die bekannten Mechanismen der Marktwirtschaft.“

Fachkräftemangel: Flüchtlinge und Frauen rücken in den Fokus der Unternehmen

Unter Fach- und Führungskräften herrscht in Deutschland bereits nahezu Vollbeschäftigung. „Unternehmen stehen längst im Wettbewerb um Mitarbeiter mit erfolgsentscheidenden Schlüsselqualifikationen“, sagt Hermann. „Daher werden in Zukunft auch Fachkräfte eine größere Rolle spielen, die bisher noch nicht so sehr im Fokus der Arbeitgeber standen. Das gilt für qualifizierte Fachkräfte, die aktuell als Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Aber auch zum Beispiel für Frauen, die aufgrund fehlender Rahmenbedingungen in Teilzeit tätig sind, obwohl sie lieber in Vollzeit arbeiten würden.“

Haufe Online Redaktion

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