04.08.2011 | Gesundheitsmanagement

Individuelle Maßnahmen am wirksamsten

Viele Unternehmen engagieren sich im betrieblichen Gesundheitsmanagement - nur mit unterschiedlichem Erfolg. Eine Studie des BAD zeigt, dass die Wirksamkeit der Maßnahmen mit dem Umsetzungsgrad steigt. Den größten Effekt erzielen Maßnahmen, die auf die individuelle Ebene wie ein verbessertes Gesundheitsbewusstsein setzen.

BAD, ein Beratungsunternehmen im Bereich Gesundheitsmanagement, hat Anfang 2011 insgesamt 72 Unternehmen dazu befragt, wie weit sie in der Umsetzung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) sind und wie hoch sie die Wirksamkeit einschätzen. Die Ergebnisse wurden aufgegliedert nach Unternehmen mit einer hohen (21-31), mittleren (11-20) und niedrigen (null bis zehn) Anzahl an Maßnahmen. Die Ergebnisse zeigen, dass in den Unternehmen, die bereits zahlreiche Maßnahmen eingeführt haben, auch der Wirkungsgrad größer ist.

Wirkung vor allem bei weichen Faktoren zu spüren

Die Wirkung äußert sich nach den Studienergebnissen vor allem in den weichen Faktoren wie einem besseren Gesundheitsbewusstsein, Wohlbefinden und sozialer Verantwortung. Die Unternehmen, die viele BGM-Maßnahmen bereits eingeführt haben, sehen auch positive Effekte auf die Motivation und Arbeitgeberattraktivität.

Aber auch verbesserte wirtschaftliche Faktoren lassen sich als Folge aus dem BGM ableiten: 53,1 Prozent der Unternehmen mit vielen Maßnahmen geben an, dass sich ihre Produktivität mit dem BGM erhöht hat. Diese Firmen sehen auch Verbesserungen in den Bereichen Fehlzeiten (68,8 Prozent), Personalfluktuation (53,1 Prozent) sowie Innovationsfähigkeit (50 Prozent).

Strategie und Evaluation fehlen bisher meist noch

Die Einführung eines BGM lässt sich in vier Phasen einteilen: Strategie, Analyse, Umsetzung und Evaluation. Interessant ist in den Ergebnissen, dass gerade einmal die Hälfte der Befragten eine Strategie für die Implementierung entwickelt. Noch weniger Unternehmen haben auch eine Evaluation etabliert. Vielmehr setzen die meisten Unternehmen (72,9 Prozent) auf die reine Umsetzung ihrer Maßnahmen.

Diese Ergebnisse passen auch dazu, dass Unternehmen mit zahlreichen Gesundheitsmaßnahmen auch wesentlich öfter (zu 90,6 Prozent) überhaupt definiert haben, was für sie Gesundheit und BGM bedeutet. Bei den Unternehmen mit wenigen Maßnahmen gibt niemand an, dies definiert zu haben.

Eine ähnliche - wenn auch nicht gar so extreme Verteilung - zeigt sich auf die Frage, ob es einen BGM-Beauftragten gibt, der die oberste Leistung regelmäßig informiert (Unternehmen mit wenigen Maßnahmen: 15,4 Prozent; mit vielen Maßnahmen: 90,6 Prozent).

Die Studie können Sie hier kostenlos bestellen: www.bad-gmbh.de/bgm-studie 

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