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| Human Capital Report 2016

Deutschland schöpft sein Humankapital nicht voll aus

Tianjin, China: Hier tagte das Weltwirtschaftsforum vom 26.-28. Juni. Dabei wurde auch der Human Capital Report 2016 vorgestellt.
Bild: Pixabay

Im Human Capital Report 2016 des Weltwirtschaftsforums liegen Finnland, Norwegen und Schweiz an der Spitze. Sie schöpfen 85 Prozent ihres Humankapitals aus. Deutschland liegt im Vergleich von 130 Staaten auf Rang elf.

Die Beschäftigten in Finnland, Norwegen und der Schweiz sind einer Studie zufolge am besten auf die künftigen Herausforderungen in der globalen Wirtschaft vorbereitet. Deutschland landet im Vergleich von 130 Staaten auf Rang elf hinter Belgien, wie aus dem "Human Capital Report 2016" des World Economic Forum (WEF) hervorgeht. Die beiden anderen großen europäischen Volkswirtschaften Frankreich und Großbritannien kommen auf Platz 17 beziehungsweise 19. Die USA belegen Rang 24.

Industrie 4.0 birgt viele Herausforderungen

Die Anpassung von Bildungssystemen, Arbeitsmarktpolitiken und Arbeitsplätzen an die Herausforderungen der "vierten industriellen Revolution" sei entscheidend für Wirtschaftswachstum, Gleichheit und soziale Stabilität, erklärte WEF-Chef Klaus Schwab.

Weltweit liegen 35 Prozent des Humankapitals brach

Finnland, Norwegen und die Schweiz schöpfen der Studie zufolge etwa 85 Prozent ihres Humankapitals aus. In Deutschland sind es 81,55 Prozent. Weltweit liegen im Schnitt 35 Prozent brach. Gute Noten bekommt Deutschland unter anderem für die Qualität seines Bildungssystems insgesamt. Allerdings liege die größte europäische Volkswirtschaft hinten bei der Zahl der Jugendlichen, die die Schule mit einem Abschluss verlassen. Das drückt die Gesamtnote.

Deutschland punktet mit seinem Bildungssystem

Für die Untersuchung wurden 46 verschiedene Indikatoren verwendet - darunter Altersstruktur der Bevölkerung, Bruttoinlandsprodukt, Bildungsausgaben und Arbeitslosenquote. Ausgewertet wurden Daten unter anderem der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), der UNESCO und der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

dpa

Humankapital, Bruttoinlandsprodukt, Bildung

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