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Tipps für bessere Social-Media-Aktivitäten

Nur wer seine Social-Media-Aktivitäten gut plant, kann damit den gewünschten Erfolg erzielen.
Bild: Michael Bamberger

Twitter, Facebook, Xing: Viele Personaler, Trainer und Coachs nutzen Social-Media-Kanäle. Doch oft steht keine passende Strategie dahinter. Wie Social Media gewinnbringend zum Personal- oder Selbstmarketing eingesetzt werden kann, zeigt Bernhard Kuntz in der Wirtschaft + Weiterbildung.

Kuntz, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Profilberater GmbH, gibt in der aktuellen Ausgabe der Wirtschaft + Weiterbildung eine Reihe von Tipps, die Trainer, Coachs, Berater und Personaler beim Social-Media-Einsatz berücksichtigen sollten. Wir stellen die Anregungen auszugsweise vor. 

Tipp 1: Hausaufgaben im Marketing erledigen

Prüfen Sie, bevor Sie sich für irgendwelche Social-Media-Aktivitäten entscheiden, zunächst: Habe ich meine Hausaufgaben im Marketing-Bereich erledigt? Habe ich zum Beispiel eine Strategie, wie ich meine Zielkunden Schritt für Schritt zur Kaufentscheidung führe? Und habe ich meine Webseite für Suchmaschinen optimiert? Ansonsten sind all Ihre Aktivitäten in Social-Media-Bereich von vornherein vergebens. Denn sie können Ihre sonstigen Defizite im Marketing-Bereich  nicht kompensieren.

Tipp 2: Mehrarbeit realistisch einschätzen

Prüfen Sie außerdem, bevor Sie sich für bestimmte Social-Media-Aktivitäten entscheiden, ganz genau: Wie viel Mehrarbeit halse ich mir damit auf? Zum Beispiel für das Schreiben von Blog- oder Forumsbeiträgen? Oder für das Reagieren auf individuelle Fragen und Kommentare von "Followers" und "Friends"? Fragen Sie sich, ob und wie Sie diese Mehrarbeit neben Ihrer Alltagsarbeit stemmen können. Sonst werden Ihre Social-Media-Aktivitäten schnell zu einer "Dauerbaustelle", die Sie nur noch als echte Last empfinden.

Tipp 3: Social-Media-Aktivitäten promoten

Hegen Sie zum Beispiel nie die Illusion, dass ein Blog von Ihnen zu einem Selbstläufer wird, der ohne weiteres Zutun von Ihnen, wie von Geisterhand, (neue) Besucher und potenzielle Kunden anlockt. Sie müssen ihn ebenso "promoten" wie Ihre sonstigen Dienstleistungen und ebenso für Suchmaschinen optimieren wie Ihre Webseite. Entsprechendes gilt für die von Ihnen zum Beispiel bei Youtube hochgeladenen Videos. Sie werden von Ihren Zielkunden in der Regel nur registriert,  wenn Sie diese über andere Marketingkanäle darauf hinweisen.

Tipp 4: nicht die persönliche Kommunikation ersetzen

Denken Sie speziell als Anbieter im B2B-Bereich stets daran: Trainer und Berater verkaufen ihren Kunden eine hochwertige und aus Kundensicht meist auch hochpreisige persönliche Dienstleistung. Das sollte sich in Ihrer Kommunikation mit Ihren Kunden widerspiegeln. Deshalb  kann die Fast-Food-Kommunikation über die Social Media die persönliche Kommunikation mit den Entscheidern in den Unternehmen nie ersetzen. Denn auch diese wissen: Dies ist die billigste und zeitsparendste Form der Kommunikation. Zudem ist sie nie individuell. Folglich kann sie den Adressaten auch nie das Gefühl vermitteln: Ich werde als Individuum wahrgenommen und "gewertschätzt". Deshalb kann die Kommunikation über die Social Media im B2B-Bereich sozusagen stets nur die "Garnitur" Ihrer Marketingkommunikation sein – mehr nicht.  

Tipp 5: Social Media zur kostengünstigen Kontaktpflege einsetzen

Sie können als Trainer oder Berater Social Media aber sehr wohl nutzen, um den  Kontakt zu einer Vielzahl von Personen zu halten, bei denen sich aus betriebswirtschaftlicher Warte eine hohe Investition an Zeit und Geld einfach nicht lohnt (zum Beispiel ehemalige Besucher offener Seminare oder Interessenten, deren Ertragspotenzial sehr niedrig ist oder Sie im Augenblick nicht einschätzen können).

Tipp 6: einen informativen Mehrwert bieten

Um sich die Sympathien dieser Personen zu bewahren, müssen Sie ihnen aber einen echten Mehrwert bieten. Achten Sie deshalb bei Ihren Social-Media-Aktivitäten darauf, dass die Werbung für Sie und Ihre Leistungen und die nutzenstiftende Information in einem angemessenen Verhältnis zueinander stehen.

Tipp 7: vielversprechende Kontakte persönlich pflegen

Beachten Sie bei Ihren Social-Media-Aktivitäten zudem: 100 virtuelle Kontakte sind (meist) weniger wert als ein persönlicher Kontakt. Versuchen Sie deshalb, vielversprechende Netz-Kontakte in reale Kontakte umzuwandeln.

Den kompletten Beitrag "13 Tipps für intelligentere Social-Media-Aktivitäten" lesen Sie in Ausgabe 10/2014 der Wirtschaft + Weiterbildung.

Schlagworte zum Thema:  Marketing, Personalmarketing, Social Media

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