18.07.2011 | HR-Management

HR-Trendstudie: Rekrutierung steht auf der Prioritätenliste ganz oben

Schlüsselpositionen adäquat zu besetzen ist die größte Herausforderung, vor der die Personalbereiche deutscher Unternehmen derzeit stehen. Das belegen die Aussagen der Personalverantwortlichen in der HR-Trendstudie von Kienbaum. Auch Führung und Talentmanagement rangieren auf den vorderen Plätzen der wichtigsten Personalaufgaben.

Von den 200 befragten Personalverantwortlichen geben 47 Prozent an, dass die höchste Priorität ihrer Personalarbeit darauf liegt, die wichtigen Positionen mit Top-Performern zu besetzen. Jeweils rund 40 Prozent der Befragten halten auch die Themen "Führungsqualität" und "Talentmanagement" für besonders wichtig.

Mit dieser Prioritätensetzung wollen die Personaler den Herausforderungen der demografischen Entwicklung und der strategischen Personalplanung begegnen, die 45 Prozent der Studienteilnehmer als essenziell ansehen.

 

Employer PR gewinnt an Bedeutung

In der Studie wurden die Teilnehmer auch nach der Bedeutung des Themas "Employer Branding" gefragt. 87 Prozent der Personaler schreiben der zielgruppenadäquaten Arbeitgeberkommunikation bereits heute eine bedeutende Rolle zu. Bis 2016 wird das Thema noch an Relevanz gewinnen, sagen alle Studienteilnehmer.

Die Verantwortlichkeit dafür weist die Hälfte der befragten Personaler dem HR-Bereich zu. Ein Viertel plädiert für eine gemeinsame Verantwortung vom HR-Bereich und der Abteilung Marketing/Kommunikation.

Die Messbarkeit der Employer PR steht derzeit bei vielen Personalbereichen noch nicht auf der Agenda: Lediglich 39 Prozent überprüfen die angewandten Maßnahmen über ein gesondertes Controlling. Dabei sind Retention/Fluktuation und die Anzahl der Initiativbewerbungen die am häufigsten genutzten Messgrößen.

 

Personaler lehnen Frauenquote ab

Nach dem Thema "Frauenquote" befragt, sprechen sich 84 Prozent der Personalentscheider gegen eine Frauenquote zur Erhöhung des Anteils weiblicher Mitglieder in deutschen Vorständen und Aufsichtsräten aus. Im mittleren Management wünscht sich dagegen je ein Drittel der Befragten einen Anteil von 30 beziehungsweise 50 Prozent weiblicher Führungskräfte.

 

HR-Bereich verbessert sein Standing

Sich selbst stellen die Personaler in der Studie ein gutes Zeugnis aus, ergab die Kienbaum-Studie. Zwei Drittel attestieren dem HR-Bereich einen positiven Beitrag zum wirtschaftlichen Aufschwung ihres Unternehmens.

"Der Stellenwert des Human Resource Managements innerhalb der Unternehmen nimmt weiter zu. Mehr als die Hälfte der befragten Personalentscheider messen dem HR-Bereich derzeit eine hohe Bedeutung innerhalb des Unternehmens zu", sagt Dr. Walter Jochmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Kienbaum Management Consultants.

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