29.11.2016 | Serie HR-Trends 2017

Die wichtigsten HR-Themen 2017

Serienelemente
Bild: Haufe Online Redaktion

Worüber spricht HR 2017? In unsere Serie „HR-Trends 2017“ fassen wir die wichtigsten Themenbereiche zusammen, die HR im kommenden Jahr beschäftigen werden. Wir stellen Studien vor, geben Einblick in aktuelle Debatten oder liefern konkrete Handlungstipps.

Bis Ende Januar veröffentlichen wir wöchentlich zwei Teile unserer Serie „HR-Trends 2017“.  Heute, in Teil eins der Serie, geben wir Ihnen  eine Vorschau auf die Themen, die Sie in den kommenden Wochen erwarten.

Arbeiten 4.0

Vor zwei Jahren hat Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles den so genannten „Fortschrittsdialog Arbeiten 4.0“  angestoßen. Es ging dabei nicht nur um ein Arbeiten in den neuen Produktionswelten der Industrie 4.0. Es ging auch darum, auf Basis des Leitbilds „Guter Arbeit“ vorausschauend die sozialen Bedingungen und Spielregeln der künftigen Arbeitsgesellschaft zu thematisieren und mitzugestalten. Heute abend findet in Berlin die Abschlusskonferenz statt (lesen Sie hier die Halbzeitbilanz). Dort wird Nahles ihr mit Spannung erwartetes Weißbuch vorstellen, das die zentralen Ergebnisse des zweijährigen Dialogprozesses zusammenfasst. Unter anderem hat Nahles bereits eine Öffnung des Arbeitszeitgesetzes in Form einer Experimentierphase angekündigt. Welche Punkte das Weißbuch sonst noch enthält, erfahren Sie im nächsten Teil dieser Serie.

Industrie 4.0

Beim Thema Industrie 4.0 treibt die Menschen vor allem eine Frage um: Gehen durch die Digitalisierung Arbeitsplätze verloren? Werden Maschinen den Menschen vollständig ersetzen? Und nehmen uns künftig Roboter die Jobs weg?

Diverse Studie zeigen, dass der Mensch nicht vollständig durch Maschinen ersetzt werden wird. In einigen Bereichen liegt das Substituierbarkeitspotenzial aber bei bis zu 70 Prozent, wie eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung ermittelt hat. Ein aktuelles Forschungsprojekt des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zeigt: Der Wegfall von Arbeitsplätzen hängt nicht allein vom Anteil der Routinetätigkeiten ab, die von Maschinen erledigt werden kann. Entscheidend ist, wie sich mit steigendem "Maschinenbezug" der Tätigkeit die kognitiven Anforderungen an den Arbeitsplatz verändern. Steigen die kognitiven Anforderungen, sinkt die Substituierbarkeit. Mit anderen Worten: Bildung und Ausbildung wird noch wichtiger werden. Gerade daran hapert es aber offenbar aktuell noch. Die gemeinsame Plattform „Industrie 4.0“ des Bundeswirtschafts- und des Bundesbildungsministeriums hat auf dem IT-Gipfel in Saarbrücken ihre praxisorientieren Handlungsempfehlungen für die Aus- und Weiterbildung im Betrieb im Zuge der Digitalisierung vorgestellt. Die wichtigsten Punkte fassen wir für Sie in einem Serienteil zusammen.

Die Cobots kommen

Industrieroboter haben schon lange ihren festen Platz in den Werkshallen weltweit. Gleichförmige Arbeiten wie Schweißen und Lackieren im Fahrzeugbau erledigen sie seit Jahrzehnten zuverlässig und schnell. Künftig werden Roboter aber stärker Hand in Hand mit dem Menschen arbeiten. Dafür ist ein neuer Typ Roboter auf dem Vormarsch: Die sogenannten „Cobots“. Die Bezeichnung "Cobot" steht für "collaborative robot" bzw. kollaborativer Roboter. Anders als automatische Haushaltshelfer wie Mäh- und Staubsauge-Roboter sind Cobots von Haus aus für die Zusammenarbeit mit dem Menschen ausgelegt und werden dank ausgefeilter Sensortechnik zunehmend auf sie reagieren und eingehen können. Teilweise werden humanoide Roboter schon als Zeitarbeiter eingesetzt.

Künftig könnten Roboter sogar Führungsaufgaben übernehmen. Würden humanoide Roboter als Kollegen im Büro oder als Führungskraft, ausgestattet mit emotionalen Fähigkeiten, in Teams akzeptiert? Überraschende Antworten liefert die länderübergreifende Studienreihe „Robots@work4.0“ von Professor Ruth Stock- Homburg an der TU Darmstadt, die wir Ihnen ebenfalls in dieser Serie vorstellen.

Crowdworking

So genannte Crowdworking-Plattformen breiten sich aus. Bislang allerdings ist ihr Auftragsvolumen gering. Doch Crowdworking könnte helfen, die Agilität von Unternehmen zu verbessern. Wie der Status Quo des Crowdworking in Deutschland aussieht, welche Crowdworking-Modelle es gibt und wie der Einsatz von Crowdworkern in der Praxis läuft, erfahren Sie in dieser Serie.

HR Analytics

Big Data-Anwendungen sind im Bereich HR-Software auf dem Vormarsch. Eine Studie der Beratungsgesellschaft Deloitte spricht sogar davon, dass das goldene Zeitalter von HR Analytics anbricht. Welche Möglichkeit und Grenzen HR Analytics bietet hat Professor Strohmeier hier in einem Interview erläutert. Konkrete Praxisbespiele zur Anwendung von „Predictive Analytics“ und anderen datengetriebenen Methoden im Recruiting stellen wir Ihnen auch in dieser Serie vor.

Agilität

Agilität war 2016 das Trendthema schlechthin. Was bedeutet Agilität eigentlich? Was macht eine agile Organisation aus? Wie agil sind deutsche Unternehmen? Und wie wierd man eigentlich agil? Und wir kann HR dazu beitragen? Diese und andere Fragen haben die HR-Community im vergangenen Jahr auf vielen Veranstaltungen beschäftigt (zum Beispiel auf dem Talent Management Gipfel). Die Debatte um das Konzept der Agilität und dessen Umsetzung in der Praxis wird 2017 weitergehen. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Digital Leadership

Was ist das Führungsmodell der Zukunft? Diese Frage treibt Personaler und Managementexperten intensiv um. Wie sollen Führungskräfte im digitalen Zeitalter führen: lateral, komplementär, agil oder gar ambidexter? Unternehmensberater Dieter Kern (Mercer) rät: "Nicht jedem neuen Führungsmodell hinterherlaufen". Wir halten Sie auf dem Laufenden, was sich in Sachen"Digital Leadership" tut.

Enterprise 2.0

Im Zuge der Agilität und in Zeiten virtueller Teams und "Remote Leadership" wird  "Social Collaboration" immer wichtiger, das heißt Kommunikation, Wissensaustausch und Zusammenarbeit mithilfe digitaler Collaboration Tools, so genannter "Social Software", und unternehmensinterer Social-Media-Anwendungen. Die Rede ist vom "Enterprise 2.0". Die "Deutsche Social Collaboration-Studie" der TU Darmstadt und der Unternehmensberatung Campana & Schott hat gezeigt, dass deutsche Unternehmen hier noch Nachholbedraf haben. Tipps auf dem Weg zum Enterprise 2.0 finden Sie hier. Einen Überblick über verschiedene Social-Software-Tools erhalten Sie im Januar im Rahmen dieser Serie.

HR-Startup-Szene

Viel geredet wurden 2016 auch über Firmenneugründungen im Bereich Personalwesen. Grund genug für das Personalmagazin der HR-Startup-Szene ein eigenes Sonderheft zu widmen. Rund 100 Jungunternehmen sind mit Produkten und Lösungen für den Personalbereich am Start. Sie gelten als Innovationstreiber für die ganze HR-Welt, wie unter anderem das großen Interesse am HR Innovation Award, der dieses Jahr erstmals verliehen wurde, beweist.  Die HR-Startups sind sehr aktiv, Ende 2015 haben sie sich im Bundesverband deutscher Startups in einer "Fachgruppe HR" zusammengeschlossen. 2016 waren Sie in ganz Deutschland auf Roadshow und haben sich, ihre Produkte, Lösungen und Dienstleistungen dem HR-Publikum präsentiert. Was Sie 2017 aus der Welt der HR-Startups erwartet, nämlich unter anderem die Fortsetzung der erfolgreichen Roadshow, erfahren Sie an dieser Stelle.

HR-Software: Hybrid Cloud

HR-Software wandert flächendeckend in die Cloud. Diese Entwicklung wird wohl nicht mehr aufzuhalten sein. Doch nach wie vor sind Personaler skeptisch. Sie haben Bedenken in Sachen Datenschutz und Datensicherheit. (Tipps für Personaler: Sieben Schritte in die Cloud). Da macht schon ein neuer Begriff die Runde: Die Hybrid Cloud soll entscheidende Vorteile bringen, denn sie vereint die Sicherheit der Private Cloud mit der Kosteneffizienz und Skalierbarkeit von Public Cloud-Diensten. Was sich im Detail hinter der "Hybrid Cloud" verbirgt und welche Bedeutung sie für HR haben könnte - auch das erfahren Sie in dieser Serie.

Flüchtlinge

Das Thema Flüchtlinge wird 2017 wohl nicht für ganz so viel Diskussionsstoff sorgen, wie im vergangenen Jahr, einfach weil inzwischen doch deutlich weniger neue Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Dennoch stehen Politik und Unternehmen vor der Herausforderung die vielen Menschen, die bereits hier sind, arbeitsmarktfähig zu machen und sie in den Arbeitsmarkt zu integrieren – optimalerweise in Form eines Regelarbeitsverhältnisses. Viel wurde 2016 auf den Weg gebracht, beispielsweise das Intergrationsgesetz. Was Unternehmen bisher für Erfahrungen mit der Beschäftigung von Flüchtlingen gemacht haben und und wie sie das Thema im kommenden Jahr angehen, lesen Sie auch in dieser Serie.

Schlagworte zum Thema:  Human Resources (HR), HR-Management

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