16.08.2012 | Serie HR-Blogs

Skurriles und Hilfreiches: www.reuter-arbeitsrecht.de

Serienelemente
Screenshot von www.reuter-arbeitsrecht.de
Bild: Haufe Online Redaktion

Anfangs war sein Blog für Wolf J. Reuter eine Art Therapie, wie der Berliner Fachanwalt für Arbeitsrecht offen berichtet. Heute lesen rund 20.000 Besuche pro Monat intensiv mit, wenn er sich den Frust von der anwaltlichen Seele schreibt und Einblicke in die Trends, Widersprüchlichkeiten und Skurrilitäten des Arbeitsrechts gewährt.

"Das Blog ist für mich eine Möglichkeit, juristische Phänomene, aber auch skurrile Fälle nach eher journalistischen als anwaltlichen Methoden zu zerlegen", erzählt Wolf Reuter. Das Arbeitsrecht sei von Trends geprägt - und das Bloggen sei eine gute Möglichkeit, eine Öffentlichkeit für die Erfahrungen zu bekommen, die man selbst mit diesen Trends mache, innerhalb und außerhalb der Gerichtssäle. Zudem könne er dabei Frust abbauen, Lob verteilen - und sich selbst zwingen, eine Sache systematisch und losgelöst vom Fall zu durchdenken. Was dies konkret bedeutet, ist unter www.reuter-arbeitsrecht.de nachzulesen.

Angefangen damit hat der Berliner schon im November 2007, so richtig intensiv bloggt er allerdings erst seit 2009. Seither versuche er, mindestens zwei Posts in der Woche zu veröffentlichen - gerne auch mehr. Seine Zielgruppe seien vor allem Berufskollegen, aber auch auf Fachleute, die natürlich potenzielle Mandanten sein könnten. "Ich habe praktisch kein Verbrauchergeschäft, sondern vertrete Unternehmen", sagt Reuter. Die wiederum ließen über die Mandatsvergabe ihre Fachleute entscheiden - Spezialisten aus der Rechts- oder der HR-Abteilung. Für sie ist sein Blog gedacht - doch er schreibe bewusst kein Fachchinesisch. Wer unverständlich schreibe oder langweilige Themen bringe, der verliere Leser, das habe er mittlerweile gelernt.

Im Schnitt 20 Leserzuschriften pro Woche

Heute weiß der Anwalt ohne Zweifel, wie er Blogbesucher in seine Texte ziehen kann. Überschriften wie "Wir haben ihn als desinteressierten, motivationslosen Mitarbeiter kennen gelernt" oder "Nackte Lehrerinnen in Bayern" zu den Themen Arbeitszeugnis und Disziplinarrecht bei Beamten belegen dies. Hilfreich sind die FAQ-Sektionen auf dem Blog, insbesondere die Fragen- und-Antworten-Sammlung rund ums Thema Urlaub.

Feedback bekommt Reuter auch für seine unterhaltsamen Gedanken und Erfahrungsberichte zum Arbeitsrecht. "So zirka 20 Zuschriften in der Woche werden es sein", so der Blogger, "dabei halten sich die Kommentare auf dem Blog selbst in Grenzen, das meiste Feedback kommt erstaunlicherweise per E-Mail." Immerhin 20.000 "Intensivleser" verzeichnet er pro Monat - weitere 25.000 bis 30.000 Blitzbesucher seien außerdem zu verzeichnen, welche nur ganz kurz verweilen würden.

Schlagworte zum Thema:  Arbeitsrecht, Blog, Human Resources (HR)

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