| Gute Vorsätze 2015

Schuld sind immer die Anderen

Wer mit guten Vorsätzen im Job scheitert, gibt gern Kollegen oder Führungskraft die Schuld, zeigt eine Studie.
Bild: PhotoDisc Inc.

Wer im beruflichen Bereich gute Vorsätze fasst, hat damit größere Aussichten auf Erfolg als im Privaten, so eine Studie. Die Ergebnisse zeigen aber auch: Wer die selbst gesteckten Ziele im Job nicht erreicht, macht am liebsten Kollegen und Führungskräfte dafür verantwortlich.

Der Jahreswechsel ist die Zeit der guten Vorsätze: Millionenfach werden sie dieser Tage wieder in deutschen Büros und im privaten Bereich gefasst. Oft ist deren Halbwertzeit allerdings gering. Um herauszufinden, welche Vorsätze Aussicht auf Erfolg haben und was dafür ausschlaggebend ist, hat Forsa im Auftrag der Haufe Akademie Arbeitnehmer nach ihren Vorsätzen für das vergangene Jahr befragt – und danach, was aus diesen Vorsätzen geworden ist.

Demnach ist rund jeder Dritte mit guten Vorsätzen ins Jahr 2014 gestartet, von denen wiederum ein Drittel diese Vorsätze komplett in die Tat umsetzen konnte. Gut die Hälfte konnte die Pläne zumindest teilweise realisieren.

Frauen und jüngere Arbeitnehmer erreichen ihre Ziele am häufigsten

Dabei zeigte sich, dass private Vorsätze – wie mehr Sport zu treiben – geringere Aussichten auf Erfolg haben als berufliche. Im Geschlechtervergleich schnitten die Frauen besser ab:  Bei ihnen konnten 35 Prozent ihre Vorsätze in die Tat umsetzen, aber nur 25 Prozent der Männer. Auch die jüngeren Arbeitnehmer bis 29 Jahre waren dabei häufiger erfolgreich (47 Prozent) als die Über-60-Jährigen (13 Prozent).

Die Frage, warum so viele Arbeitnehmer ihre Ziele nicht erreichten, war ebenfalls Gegenstand der Studie. Die Antworten der Befragten zeigen, dass in diesem Punkt viele die Schuld bei anderen suchen: 38 Prozent beklagen sich darüber, zu wenig Unterstützung von Kollegen oder Vorgesetztem erhalten zu haben.

Immerhin jeder Dritte gab zu, dass ihm andere Dinge wichtiger waren als das, was er sich vorgenommen hatte, und 22 Prozent fehlte die Zeit, ihre Vorsätze nachzuhalten. Bei jedem Fünften mangelte es an einem konkreten Plan zur Umsetzung.

Arbeitnehmer starten motiviert ins neue Jahr

"Damit die guten Vorsätze nicht nach ein paar Wochen vergessen sind oder im Alltagsstress untergehen, ist es wichtig, konkrete Schritte zur Umsetzung zu definieren", empfehlen die Studienautoren deshalb. "Ein Zeitplan mit Zwischenzielen hilft, sie im Blick zu behalten und im laufenden Jahr kontinuierlich daran zu arbeiten. Wer bemerkt, dass er Hilfe benötigt, sollte das im Unternehmen aktiv ansprechen."

Und wie sieht es in diesem Jahr mit den guten Vorsätzen aus? Offenbar starten viele Arbeitnehmer motiviert ins neue Jahr: Knapp die Hälfte von ihnen gibt an, gute Vorsätze für 2015 gefasst zu haben – deutlich mehr als 2014. Jüngere Arbeitnehmer sind besonders optimistisch: Von ihnen hat mehr als die Hälfte gute Vorsätze gefasst.

Schlagworte zum Thema:  Führung, Mitarbeitermotivation

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