GMAT: Zulassungstest wird in Europa teurer

Der "Graduate Management Admission Test", der wichtigste Zulassungstest für MBA-Programme, wird teurer – allerdings nur in Europa. Neu kostet der GMAT 285 Euro und damit mehr als in den USA. Dadurch besteht die Gefahr, dass der Test, der speziell für Business Schools entwickelt wurde, an Bedeutung verliert. 

Der "Graduate Management Admission Test" (GMAT) ist teurer geworden und kostet nun 285 Dollar. Das gilt allerdings nur in Europa, wo die Zahl der Teilnehmer in den beiden letzten Jahren von 31 auf 40 Prozent gestiegen ist. Wer den GMAT in Europa absolviert, muss daher 35 Dollar mehr zahlen als in den USA. Gleichzeitig gab das "Graduate Management Admission Council", das den Test verwaltet, bekannt, dass die Teilnehmer aus Europa künftig auch in Euro oder britischen Pfund zahlen können (250 Euro oder 225 Pfund) und man die Kosten für die Stornierung oder kurzfristige Änderungen des Teilnahmedatums gelockert habe.

GMAT bekommt Konkurrenz durch das Graduate Record Exam

Die Preiserhöhung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der GMAT zunehmend Konkurrenz durch das "Graduate Record Exam" (GRE) bekommt. Dieses wurde bisher generell für Master-Studiengänge eingesetzt und im Gegensatz zum GMAT nicht speziell für Business Schools entwickelt. Inzwischen akzeptieren jedoch immer mehr Business Schools das GRE als Alternative zum GMAT. In den meisten Ländern kostet der GRE nur 205 Dollar und damit deutlich weniger als der GMAT.

Das Konzept des GMAT

Der GMAT gilt als ein wichtiges Zulassungskriterium für MBA-Programme und Master-Studiengänge und wird weltweit an mehr als 6.000 Business Schools genutzt. Er dauert dreieinhalb Stunden, misst verbale und mathematisch/logische Fähigkeiten und umfasst die Kategorien Analytical Writing, Integrated Reasoning sowie eine Quantitative und eine Verbal Section. Der Test wird nur auf Englisch und computerunterstützt durchgeführt. Die Ergebnisse können zwischen 200 und 800 Punkten liegen. Üblich sind Ergebnisse zwischen 400 und 600 Punkten. Das Ergebnis wird stets direkt an diejenige Business Schools geschickt, welche die Testperson angibt.


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