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| Internationale Executive-MBA-Programme

Augen auf bei der Partnerwahl

Der Executive MBA wird immer internationaler – doch unter den Anbietern gibt es schwarze Schafe.
Bild: Haufe Online Redaktion

Immer mehr Business Schools bieten ihre Executive-MBA-Programme in Kooperation mit Partnerschulen aus aller Welt an. Doch Vorsicht ist geboten, denn nicht alle Kooperationen sind echte Partnerschaften, wie MBA-Expertin Bärbel Schwertfeger in der Wirtschaft + Weiterbildung warnt.

Die HHL Leipzig Graduate School of Management tut es, die WHU Otto Beisheim School of Management aus Vallendar schon lange, und die Schweizer IMD Business School seit kurzem auch: Die Schulen bieten internationale Executive-MBA-Programme in Kooperation mit einer oder mehrerer internationaler Schulen an. Ein Erfolgsbeispiel für solche Partnerkonzepte ist die Kellogg School of Management der Northwestern University Chicago, die zusammen mit der WHU den "Kellogg-WHU Global Executive MBA" anbietet. Dieses Programm, so erläutert die Journalistin Bärbel Schwertfeger in Ausgabe 05/2014 der Wirtschaft + Weiterbildung, ist inzwischen Teil des Netzwerks, das Kellogg zusammen mit fünf Schulen in aller Welt gestrickt hat.

Jetset-MBAs wurden anfangs noch belächelt

Mit diesem Partnerkonzept ist die Business School bisher sehr erfolgreich: Kellogg ist bisher die einzige Schule, die im letzten Ranking zu Executive MBAs in der Financial Times gleich mit vier Programmen vertreten war. Aber auch andere Kombi-Studiengänge schneiden in den Rankings seit Jahren besonders gut ab. Als Vorreiter der sogenannten "Jetset-MBAs", bei denen die Teilnehmer zum Unterricht um die Welt fliegen, gilt Schwertfeger zufolge das bereits 2011 gestartete Trium-Programm. Anfangs seien diese Programme noch belächelt worden. Doch inzwischen hätten viele Schulen nachgezogen, und ein Auslandstrip nach Indien, China, Südamerika gehöre heute schon fast zum Standard.

Zweit- und drittklassige Schulen kaufen sich bei Topschulen ein

Doch längst seien nicht alle Kooperationen echte Partnerschaften, warnt Schwertfeger. In besonders krassen Fällen kauften sich zweit- oder drittklassige Schulen einfach bei einer Topschule ein – etwa, indem sie dort nur Räume mieten. Nicht selten würden dann in der Fremde nur Kurse im Bereich der sogenannten "Executive Education" – also der nicht-akademischen Programme – durchgeführt. Dafür würden keine akademischen Titel, sondern allenfalls Teilnahmezertifikate vergeben, so die Autorin. Für die Topschulen sei das oft ein lukratives Geschäft, dass sie sich nicht gern entgehen ließen. Ebenfalls beliebt sei Schwertfeger zufolge die Variante "akademisches Touristenprogramm", bei dem die Business School vor Ort vor allem als logistischer Dienstleister auftrete – aber sonst nichts mit dem Programm zu tun habe. Die MBA-Expertin nennt noch eine dritte Form unlauterer Kooperationen: Manche Partnerschaften bestünden nur aus formalen Gründen – etwa, wenn Schulen, die in Deutschland keine Anerkennung als Hochschule haben, mit einer Partnerschule aus Großbritannien oder den USA kooperieren, die dann – meist gegen gutes Geld – ihre MBA-Titel vergeben.

Tipp: einen Blick in den Lehrplan werfen

Um zu überprüfen, wie ernsthaft eine Kooperation ist, empfiehlt Schwertfeger einen Blick in den Lehrplan: Sind dort beide Schulen mit eigenen Themen vertreten? Unterrichten Professoren aus beiden Schulen? Diese Fragen sollten Programm-Interessenten stellen.

Den kompletten Beitrag "Executive MBA wird immer internationaler" lesen Sie in Ausgabe 05/2014 der Wirtschaft + Weiterbildung.

Haufe Online Redaktion

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