12.11.2013 | Gesundheitsmanagement

Kleine Unternehmen müssen in der Burnout-Prävention aufholen

Burnout-Prävention ist laut Studie schon in 50 Prozent der Großunternehmen eine Thema.
Bild: Veer

Die Hälfte der deutschen, österreichischen und Schweizer Führungskräfte kennen laut einer Studie Burnout-Fälle in ihrem Betrieb – das Risiko im eigenen Team schätzen sie aber als gering ein. Bei der Prävention gibt es Nachholbedarf: Bislang ist dies vorwiegend in Großunternehmen ein Thema.

Das sind einige Ergebnisse des aktuellen Hernstein-Management-Reports, der auf regelmäßiger Basis unter Führungskräften aus deutschsprachigen Ländern durchgeführt werden. Dieses Jahr nahmen je 100 Führungskräfte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an der Befragung teil. Insgesamt 54 Prozent von ihnen berichten beim Thema "Burnout" von konkreten Fällen aus ihrem Unternehmen. Dass die eigenen Teammitglieder von einem Burnout bedroht sein könnten, befürchtet allerdings nur ein knappes Viertel der Befragten: 20 Prozent bewerten die Gefährdung als hoch, vier sogar als sehr hoch. Die Mehrheit schätzt das Risiko jedoch als weniger hoch (58 Prozent) oder als gar nicht hoch (15 Prozent) ein.

Österreich liegt bei Prävention vorne

Das könnte ein Grund dafür sein, dass sich das Thema "Burnout-Prävention" noch nicht in allen Unternehmen durchgesetzt hat. Insgesamt haben der Studie zufolge bisher nur 37 Prozent der Unternehmen konkrete Maßnahmen umgesetzt. Dabei liegen die Großunternehmen vorne: Bei den Firmen über 1.000 Mitarbeiter haben bereits die Hälfte vorbeugende Maßnahmen ergriffen. Bei den kleineren Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern sind es bislang nur 18 Prozent. Im Ländervergleich liegt Österreich vorne: Hier setzen bereits 46 Prozent aller Unternehmen ab 100 Mitarbeiter auf Präventivschritte, während es in Deutschland immerhin 40 Prozent sind. Die Schweiz ist in punkto Burnout-Prävention bislang das Schlusslicht in den DACH-Staaten: Hier steht das Thema nur in 24 Prozent der Unternehmen auf der Agenda.

Produktivität kennzeichnet gesunde Teams

Die Studienautoren vom Hernstein-Institut fragten die Führungskräfte auch, woran sie ein gesundes Team erkennen. Die deutschen Manager achten hierbei vor allem auf die Teamproduktivität (51 Prozent), eine gute Kommunikationskultur (43 Prozent) und den Krankenstand (37 Prozent). Ein Drittel hält es zudem für wichtig, dass die Mitarbeiter einen Sinn in ihrer Tätigkeit sehen und über eine ausgeprägte Konfliktkompetenz verfügen.

Schlagworte zum Thema:  Prävention, Führungskräfte, Burn-out-Syndrom

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