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| Gesundheitsbericht

Nicht häufiger, aber länger krank

Durch die Grippewelle Anfang 2013 wird sich wohl der Trend zu längeren Fehlzeiten fortschreiben.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Zahl der Krankentage von deutschen Arbeitnehmern ist weiter gestiegen, so das Ergebnis einer aktuellen TK-Erhebung. Sie waren allerdings nicht öfter, sondern vor allem zusammenhängend länger krank. Westdeutsche Beschäftigte fehlen dabei seltener als ostdeutsche.

Arbeitnehmer in Baden-Württemberg haben sich voriges Jahr deutschlandweit im Schnitt am seltensten krankschreiben lassen. Nur wenig mehr Krankheitstage fielen in Bayern an - das geht aus dem neuen Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. So waren Beschäftigte und Empfänger von Arbeitslosengeld I in Baden-Württemberg vergangenes Jahr im Schnitt 11,6 Tage krankgeschrieben. In Bayern waren es 12,2 Tage. Der TK-Auswertung zufolge folgte Sachsen mit 13,8 Tagen an dritter Stelle. Bei den anderen Ländern in Ostdeutschland sowie Berlin ist allerdings auffällig, dass hier die Fehlzeiten durchweg länger waren als in den westdeutschen Ländern. Sie lagen zwischen 15,8 Tagen in Thüringen und 17,5 Tagen beim bundesweiten Spitzenreiter Mecklenburg-Vorpommern.

Bis heute gebe es keine befriedigende Erklärung für die im großen und ganzen ziemlich konstanten Unterschiede zwischen den Bundesländern, erläuterte die bei der TK für die Gesundheitsreporte verantwortliche Expertin Gudrun Ahlers. Deutlich geändert habe sich die Lage bei den Krankschreibungen vor allem in Berlin. Die Hauptstadt hatte laut Report aus dem Jahr 2000 noch die höchsten Fehlzeiten. Mittlerweile liege Berlin hinter Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt.

Pro Krankschreibung längere Fehlzeiten

Insgesamt waren die Arbeitnehmer in Deutschland im vergangenen Jahr etwas häufiger krankgemeldet als im Vorjahr - der für 2012 ermittelte Krankenstand von 3,88 Prozent entspreche einer durchschnittlich gemeldeten Fehlzeit von 14,2 Tagen pro Kopf. Mit dem gestiegenen Krankenstand setze sich der Trend der Vorjahre fort, so der Report. Der Anstieg um 0,2 Tage binnen eines Jahres kam zustande, weil die Menschen pro Krankschreibung länger nicht arbeiten konnten. Viel häufiger krankgeschrieben waren sie nicht.

Weil es Anfang dieses Jahres eine ausgeprägte Grippe- und Erkältungswelle gab, dürfte sich nach Einschätzung der Kasse der Trend mit längeren Krankheitszeiten weiter fortsetzen.

Daten der Gesundheitsberichte der großen Krankenkassen gelten als weitgehend repräsentativ.

dpa

Gesundheitsmanagement, Fehlzeiten, Betriebliches Gesundheitsmanagement

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