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22.11.2012 | Top-Thema Gesunde Führung

Der Status quo im Gesundheitsmanagement

Kapitel
Bisher endet Gesundheitsmanagement im Betrieb oft schon mit den Angeboten im Betriebssport.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Psychische Erkrankungen haben derzeit eine große Präsenz in den deutschen Medien. Trotzdem ist die Botschaft in vielen Unternehmen noch nicht angekommen: Häufig fehlt es an einem strategischen Gesundheitsmanagement, das über Rückenschule und Anti-Stress-Trainings hinausgeht.

Laut dem statistischen Bundesamt belaufen sich die Krankheitskosten für psychische und Verhaltensstörungen in Deutschland mittlerweile auf rund 28 Milliarden Euro pro Jahr. Die Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund von psychischen Erkrankungen steigen seit 20 Jahren stetig.
Die zunehmende Digitalisierung und Flexibilisierung der Arbeitswelt und die Entwicklung von einer Produktions- in eine Wissens- und Dienstleistungswirtschaft haben diesen Trend befördert. Selbstverständlich stellen auch das Privatleben, Persönlichkeitsmerkmale und gesellschaftliche Einflüsse weitere wichtige Einflussfaktoren für psychische Erkrankungen wie Burnout und Depressionen dar.
Empirische Studien zeigen sehr deutlich, dass Organisationskultur und das Verhalten des direkten Vorgesetzten mit der psychischen und körperlichen Gesundheit der Mitarbeiter zusammenhängen. Mitarbeiter, die nach Feierabend und am Wochenende nicht ständig ihre E-Mails checken müssen, kommen deutlich entspannter zur Arbeit. Mitarbeiter, die Zuwendung und Respekt seitens der Vorgesetzten erleben, haben weniger krankheitsbedingte Fehltage.
Die Frage lautet also: Welchen Beitrag können Unternehmen und Führungskräfte zur Gesunderhaltung ihrer Mitarbeiter leisten? Im Top-Thema erhalten Sie Hinweise, wie Sie eine gesunde Führung als Bestandteil des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) in der Praxis selbst umsetzen oder als Personaler die Führungskräfte im Unternehmen dazu anleiten können.

Nicole Scheibner und Julia Hapkemeyer

Führung, Gesundheitsmanagement

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