Der Gender Pay Gap beträgt 2017 in Deutschland durchschnittlich 21 Prozent. Im Personalwesen liegt er knapp darunter.. Bild: statista/Stepstone

Der Gender Pay Gap (auch "Lohnlücke" genannt) ist je nach Beruf unterschiedlich. Wie groß die Verdienstunterschieden zwischen Frauen und Männern in den einzelnen Branchen derzeit sind, zeigt zeigt eine Infografik von Statista auf Basis des Gehaltsreports 2017 der Online-Jobbörse Stepstone.

Die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen ist seit Jahren nahezu unverändert. Hatte sich der Abstand zwischen den Geschlechtern von 2015 auf 2016 leicht verringert (2015: 23 Prozent, 2016: 21 Prozent) stagniert er nun wieder. Einer Gehaltsanalyse der Jobbörse Stepstone zufolge beträgt der Gender Pay Gap 2017 weiterhin durchschnittlich 21 Prozent.

Gender Pay Gap bei Ärzten am Größten

In manchen Berufen sieht es sogar noch düsterer für die Frauen aus. So zum Beispiel unter Medizinern: Ärzte verdienen zwar insgesamt am besten, allerdings ist hier auch die Lücke am größten. Frauen verdienen durchschnittlich gut 30 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Am zweitgrößten ist der Gender Pay Gap bei Versicherungen und Banken.

Kleine Lohnlücke in der IT

Am geringsten fällt der Unterschied in IT-Berufen aus. Frauen verdienen hier "nur" durchschnittlich gut 7.000 Euro, also etwa 11 Prozent weniger pro Jahr. Ähnlich klein ist der Gender Pay Gap nur in Pflegeberufen, allerdings liegen dort die Gehälter insgesamt deutlich niedriger als im IT-Bereich - ein klassisches Beispiel dafür, dass typische Frauenberufe üblicherweise schlechter bezahlt werden (d.h. auch Männer in "Frauenberufen" verdienen wenig). Der Stundenlohn ist dort laut einer Auswertung des DIW rund acht Euro niedriger als in typischen Männerberufen.

Gender Pay Gap im Personalwesen

Im Personalwesen verdienen Männer derzeit durchschnittlich 64.081 Euro im Jahr, Frauen nur 50.974 Euro - das ergibt eine Lohnlücke von rund 20 Prozent.

In den Dax-Vorständen spielt das Thema Gender Pay Gap hingegen laut einer Studie von Odgers Berndtson keine Rolle. In den Personalressorts bezögen weibliche Vorstände gemessen an den Amtszeiten sogar überdurchschnittlich hohe Gehälter, so die Studie.

Schlagworte zum Thema:  Vergütung, Gleichbehandlung, Frauenförderung

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